Verschobene OPs und Arzttermine in Aussicht

Gesundheitsminister Anschober will auch im Gesundheitsbereich weder Normalität einkehren sehen.
Gesundheitsminister Anschober will auch im Gesundheitsbereich weder Normalität einkehren sehen.Bild: Screenshot

Gesundheitsminister Rudi Anschober kündigte am Dienstagabend im ORF an, dass nicht notwendige Operationen und Arzttermine wieder in den Normalbetrieb kommen sollen.

Gesundheitsminister Anschober zeigte sich am Dienstagabend trotz Bildern vom Ansturm auf Baumärkte mit der Zurücknahme des Shutdowns in Österreich zufrieden. Man habe gesehen, "dass die Menschen die Maßnahmen couragiert mitmachen, um die Coronakrise zu überstehen". Nun sehen man sich Tag für Tag die Zahlen aus Intensivstationen und von Infektionen an.

"Guter Eindruck, dass wir es schaffen können"

"Alles wird täglich überprüft, Solange die Daten konstant bleiben, wird der Zeitplan fortgesetzt", so Anschober. Wenn die Zahlen allerdings nach oben gehen, müsse man weitere Öffnungen von Geschäften und anderen Einrichtungen verschieben oder neue

Beschränkungen verordnen. Bei der täglichen Steigerung der Infektionszahlen sei man von anfangs 40 Prozent auf ein Prozent heruntergekommen.

"Sollte sich exponentielle Steigerung ergeben, müssten wir eingreifen. Es geht um eine Gesamtbewertung von Tag zu Tag, dass wir das Virus unter Kontrolle haben", so Anschober. Er habe allerdings einen "guten Eindruck, dass wir es schaffen können, wenn die Bevölkerung weiter so engagiert mitmacht". Man habe einen sehr klaren Zeitplan, und der sehe auch das nachholen der verschobenen, nicht notwendigen Operationen sowie den Normalbetrieb bei Ärzten "schrittweise in den nächsten Tagen und Wochen" vor.

Kein "Verantwortungs-Ping-Pong"

Bei Kritik an der Quarantäne in Tirol, wo sich viele Fälle dann quer durch Europa verteilt haben, nimmt sich Anschober nicht aus der Verantwortung. Zuerst müsse man jetzt die Krise überstehen, "danach werden wir transparent einen Schlussstrich ziehen und Fehler, die vielleicht passiert sind, transparent offenlegen". Es sei eine ganz schwierige Situation derzeit, in der der Gesundheitsminister kein "Verantwortungs-Ping-Pong" spielen wolle.

Es sei eine der schwierigsten Aufgaben für einen Gesundheitsminister und ein Wettlauf gegen die Zeit, eine Pandemie zu stoppen, so Anschober. Auch Kritik daran, dass von der Regierung verordnete Maßnahmen nicht rechtmäßig sein könnten, will sich Anschober ganz genau anschauen. Verfassungsjuristen würden die die erlassenen Verordnungen pürfen und "wenn es hier Unschärfen gibt, werden wir sie selbstverständlich korrigieren".

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikCoronavirus

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