Anschober über Reisen: "Ballermann ist das Schlimmste"

"Corona ist noch nicht auf Urlaub gefahren"
"Corona ist noch nicht auf Urlaub gefahren"Apa Picturedesk
Gesundheitsminister Rudolf Anschober präsentierte am Donnerstag Tipps zum "verantwortungsvollen Reisen in Zeiten von Corona".

Der Sommer 2020 fällt wohl für viele anders aus, als geplant. Die Corona-Pandemie, die sich seit Anfang des Jahres rasch in der ganzen Welt ausbreitete, hat unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Mit Sommerbeginn startet jetzt auch die Urlaubszeit. Während dieser Krise bleiben aber beim Thema Reisen viele Fragen offen.

"Genießen mit Verantwortung"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober lud deshalb zu einer Pressekonferenz, um Tipps für den heurigen Urlaub mitzuteilen. "Wir haben es uns nach diesem Halbjahr verdient, dass wir in diesem Sommer ein bisschen durchschnaufen können", so der Minister. Sein Credo lautet: "Urlaub genießen mit Verantwortung."

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Die Corona-Zahlen sind in Österreich weiterhin stabil. Aktuell sind 459 Personen erkrankt, am Donnerstag gab es 38 Neuinfektionen, dem gegenüber stehen wieder 38 Genesene. "Das sollte uns aber nicht sorglos machen. Das Virus ist weiter unter uns, es ist nicht auf Urlaub", erklärt Anschober. Er rät dazu, sich genau zu überlegen, wo man heuer Urlaub macht.

"Menschenmassen meiden"

Bei der Definition vom Reiseziel muss man sich heuer mehr Gedanken machen als sonst. "Egal ob man in Caorle oder im Salzkammergut urlaubt, darf man niemals die Regeln vergessen." Anschober verweist dabei auf den Mindestabstand, regelmäßiges Hände waschen und das Meiden von Menschenmassen. "Es gibt auch im Urlaub Bereiche, die es zu vermeiden gilt. Der Ballermann zum Beispiel ist das Schlimmste, was ich machen kann", so Anschober.

Auch die Maske sollte man im Urlaub nicht vergessen. Das Gesundheitsministerium hat dazu ein Papier mit den wichtigsten Urlaubstipps ausgearbeitet. Minister Rudolf Anschober betonte, dass er heuer seine freien Tage im Salzkammergut am Traunsee Urlaub verbringen werde. Auch laut VKI ist man mit einem Urlaub in Österreich auf der sicheren Seite.

Warnung vor "Superspreading-Events"

Tropenmediziner Herwig Kollaritsch machte bei der Pressekonferenz auf so genannte "Superspreading-Events" aufmerksam. Hier geht es um Veranstaltungen, wo sich viele Menschen auf engstem Raum befinden. Problematisch sind jene infizierte Menschen, die keine Symptome aufweisen und viele Viren ausscheiden. Der Mediziner nannte dabei ein Beispiel aus Seoul, wo ein Mann bei einer Clubtour in einer einzigen Nacht 170 Personen direkt angesteckt hat. "Auch auf Auslandsreisen sollte man daher weiter auf der Hut sein. Keiner kann sagen, wann ein solches Superspreading-Event stattfindet. Die Schäden entstehen mit Verzögerung."

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