Das hat Anschober den Corona-Verharmlosern zu sagen

"iconic duo": Rudolf Anschober und seine Karterl
"iconic duo": Rudolf Anschober und seine Karterlpicturedesk.com
Gesundheitsminister Anschober warnt vor einer Grippewelle Mitte Dezember und fordert Corona-Leugner dazu auf, ihre Kommunikation zu beenden.

Der Trend stimmt, aber die Zahlen sind immer noch viel zu hoch, lautet das heutige Fazit von Gesundheitsminister Rudolf Anschober. In einer Aussendung am Donnerstag kommentierte er das aktuelle Infektionsgeschehen. Vor allem in Anbetracht einer drohenden Grippewelle sei es höchste Zeit für Corona-Leugner, mit der Verunsicherung der Bevölkerung aufzuhören.

7-Tages-Inzidenz: 309

Die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage gerechnet sinkt stetig und beträgt nun 309,21. Auch die Reproduktionszahl von 0,84 und 3.969 Neuinfektionen sind geringere Werte als am Donnerstag vergangene Woche. "Das sind dennoch weiterhin dramatisch hohe Werte", so Anschober.

668 Menschen befinden sich derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. Das sind zwar sechs weniger als am Mittwoch, es ist aber "weiterhin eine starke Überlastung". Die Auswirkungen des harten Lockdown werden erst verspätet eintreten, es bleibt also abzuwarten.

Grippewelle

"Wir müssen daher massive Rückgänge bei den Zahlen der Erkrankten schaffen, denn es müssen in den nächsten Wochen auch verschobene Operationen nachgeholt werden und ab Mitte Dezember erwarten wir die Grippewelle mit entsprechend vielen, auch schwer erkrankten Grippe-PatientInnen, die ebenfalls eine bestmögliche Betreuung benötigen", sagt der Gesundheitsminister.

Insbesondere die Todesfälle steigen in Österreich gerade stark an, das auf diesem Gebiet momentan trauriger Spitzenreiter ist. In den ersten drei Dezembertagen allein sind 354 Menschen an oder mit Covid gestorben. Im gesamten Monat November waren es 2.075.

Corona-Leugner sollen nachdenken

Die Verringerung der Todesfälle ist deswegen das erklärte Hauptziel des Gesundheitsministers. Eine Gruppe spricht er dabei besonders an: "Es wäre höchste Zeit, dass angesichts dieser dramatischen Zahlen Corona-Leugner und Corona-Verharmloser, die die Bevölkerung in den vergangenen Monaten massiv verunsichert haben, endlich nachdenklich werden und umdenken und ihre Kommunikation der Verunsicherung beenden".

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