Anschober will "Notbremse" in acht Bundesländern ziehen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober will eine Notbremsung in acht Bundesländern
Gesundheitsminister Rudolf Anschober will eine Notbremsung in acht Bundesländernpicturedesk.com; HEUTE-Montage
Viele Intensivstationen sind überlastet, in der Ostregion ist die Situation "bereits dramatisch". Anschober fordert jetzt eine Lockdown-Entscheidung.

544 schwer erkrankte Covid-Patienten müssen derzeit in den Intensivstationen des Landes medizinisch versorgt werden. Gerade in Ostösterreich wird es in den ICUs immer enger.

In Wien ist seit Tagen die Belastungsspitze der Krisensituation im Herbst bereits "stark überschritten", warnt das Gesundheitsministerium. Aktuell seien 206 Covid-Patienten in den Intensivstationen, im Herbst lag der Höchstwert bei 162. Aber auch im Burgenland und nun auch in Niederösterreich ist die Spitze seit heute überschritten.

"In der Ostregion ist die Situation damit bereits dramatisch", so Minister Rudolf Anschober am Dienstag in einer Aussendung.

Mittlerweile zeigen auch in den westlichen Bundesländern die Auslastungszahlen von einem deutlich geringeren Niveau ausgehend nun auch steil nach oben. Einzige Ausnahme derzeit: Vorarlberg.

"Verfehlte Öffnungsschritte" stoppen

Überall sonst rechnet Anschober damit, dass in ein bis drei Wochen ebenfalls Akutsituationen entstehen.

"Es braucht daher rasch eine Notbremsung zur Absenkung der Infektionszahlen in allen acht Bundesländern", mahnt der Ressort-Chef ein.

"Dafür kämpfe ich seit zwei Wochen. Und erste Schritte sind gesetzt: Es ist gelungen, verfehlte Öffnungsschritte zu stoppen. Es ist gelungen, die Osterruhe in Ostösterreich zu fixieren. Und es ist gelungen, dass Wien nun entsprechend den Empfehlungen aller FachexpertInnen vorangeht und diese Osterruhe bis 11.4. verlängert." Trotzdem: "Das ist aber noch zu wenig!"

"Jetzt drängt die Zeit"

Auch im Burgenland und Niederösterreich  brauche es nun eine Verlängerung der Osterruhe sowie in allen Bundesländern – mit Ausnahme von Vorarlberg – ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Intensivstationen.

"Wir brauchen eine Notbremsung", betont Anschober. "Die Tage rund um Ostern sind die letzte Chance für entsprechende Beschlüsse. Die ersten Schritte sind erfolgreich getan. Aber jetzt drängt die Zeit."

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