Niederösterreich

Anti-Gen-Tests für alle Pflegeheime in NÖ

Das Land reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen in Pflegeheimen und stellt nun allen in Niederösterreich Anti-Gen-Tests zur Verfügung.
09.11.2020, 13:12

Um Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich künftig besser zu schützen, werden alle Einrichtungen mit Anti-Gen-Tests ausgestattet. „Die Gesundheit aller Beteiligten besitzt für uns stets oberste Priorität. Mit der Ausstattung unserer Einrichtungen mit Anti-Gen-Tests können sowohl regelmäßige Screening-Tests der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Testungen von symptomatischen Personen direkt am Standort rasch und unkompliziert durchgeführt werden“, erklären dazu Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Gesundheits-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich organisiert die „Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit“ (AGES) aktuell die Auslieferung der vom Bund zur Verfügung gestellten Anti-Gen-Tests. „Zu Beginn werden die Einrichtungen mit einer Erstausstattung, die für etwa drei bis vier Wochen reichen sollte, ausgestattet. Die Kosten für diese Tests übernimmt der Bund. Ab Mitte nächster Woche können die Pflegeeinrichtungen ihren Bedarf regelmäßig bei ihren Apotheken einmelden und werden künftig über diese versorgt“, erklären die Landesrätinnen.

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Positiv = Verdachtsfall

Die Probennahme erfolgt mittels Nasen-Rachen-Abstrich, weshalb die Tests nur durch medizinisches Fachpersonal – dazu zählt auch diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal – durchgeführt werden dürfen. Mit einem negativen Anti-Gen-Testergebnis dürfen die Mitarbeiter weiterhin ihrer Arbeit nachgehen. Personen mit einem positiven Ergebnis gelten als Verdachtsfall und sind der zuständigen Gesundheitsbehörde zu melden. Ebenso soll eine Verständigung der Kontaktpersonen erfolgen. Alle weiteren Schritte, etwa die Testung mittels PCR-Test, veranlasst die zuständige Gesundheitsbehörde.

Die beiden Landesrätinnen appellieren auch an alle Angehörigen: „Soziale Kontakte sind für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig, weshalb wir intensiv daran arbeiten, die Häuser auch weiterhin für Besucher offen zu halten. Unsere große Bitte lautet daher, sich unbedingt auch im privaten Bereich an alle notwendigen Hygieneregeln zu halten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.“