Antifa mit neuer Taktik gegen Wiener Corona-Demo

Am 16. Jänner waren Sitzblockaden das Mittel der Wahl. Hunderte Polizisten kesselten daraufhin die Gegendemonstranten mehrere Stunden.
Am 16. Jänner waren Sitzblockaden das Mittel der Wahl. Hunderte Polizisten kesselten daraufhin die Gegendemonstranten mehrere Stunden.heute.at
Zur bisher größten Corona-Demo soll es am Samstag in Wien kommen. Doch die radikale Linke will das verhindern.

Diesen Samstag soll es in Wien zur bisher größten Corona-Demo Österreichs kommen. Wie bereits in der Vergangenheit ist das Motto "Kurz muss weg", Mitfahrgelegenheiten und Reisebusse aus den Bundesländern werden organisiert, zur Teilnahme rufen neben den rechtsextremen Identitären auch wieder Politiker wie Herbert Kickl und Heinz Christian Strache auf.

Daraus resultiert auch die rege Teilnehmerzahl gewaltbereiter Hooligans, verurteilter Neonazis und Antisemiten. Auf fotografierende Journalisten haben es diese bei den letzten Demos besonders abgesehen, doch auch unbeteiligte Passanten mit Maske wurden angespuckt und angehustet. Diese Ausschreitungen und Ideologie nehmen "Mitspazierende" billigend in Kauf.

Fahrrad-Demo

Das ruft unter anderem die "Plattform Radikale Linke" auf den Plan, die im Namen mehrerer antifaschistischer Gruppierungen zum Gegenprotest aufruft. Denn "Anstatt aber auf solidarische Art und Weise kostenlose und allen zugängliche Schutzimpfungen, ein Herunterfahren der Infektionstreiber:innen des Kapitals oder soziale und demokratische Rechte einzufordern, leugnen sie die Pandemie und deren gesundheitliche Auswirkungen einfach weg", ist in einer Aussendung zu lesen.

Am Samstag soll deswegen ab 12 Uhr im Votivpark eine Kundgebung abgehalten werden. Anschließend ist eine Fahrrad-Demo geplant, um so den anderen Demonstrationszug rasch an verschiedenen Orten blockieren zu können.

Denn der geplante Treffpunkt der Corona-Demo soll erst zwei Stunden davor bekannt gegeben werden. So will man ein konzentriertes und organisiertes Polizeiaufgebot an einem Ort verhindern. Bereits bei den vergangenen Demonstrationen hat sich allerdings gezeigt: Marschieren genug Menschen, kann die Polizei die Versammlung nicht auflösen, sondern begleitet diese durch die Stadt. Verstöße gegen Abstand und Maskenpflicht wurden und werden hingegen konsequent geahndet.

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