Wien

Antrag abgelehnt: Wiener müssen für tote Hunde zahlen

Wiener müssen weiterhin voll zahlen, auch wenn ihr Vierbeiner vorzeitig das Zeitliche segnet. Ein FPÖ-Antrag wurde im Gemeinderat abgelehnt. 
Thomas Peterthalner
28.04.2022, 12:27

Dackel-Schäfer-Mischling Max war am 2. April nach einem Spaziergang in seinem Körbchen eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. "Max hatte ein Herzleiden und bekam seit einem Infarkt vor einiger Zeit Medikamente", erzählt Herrchen Markus B. (39). Zur Trauer über das Ableben des geliebten Familienhundes kommt bei dem Floridsdorfer Ärger hoch. "Die MA 6 sagt, weil der Hund im Jahr 2022 länger als drei Monate bei uns war, müssen wir die volle Hundesteuer bezahlen." Markus B. musste 72 Euro überweisen – wir berichteten. 

FPÖ wollte Änderungen

Die FPÖ will das ändern, brachte nun einen Antrag im Gemeinderat dazu ein. Die Hundeabgabe für in Wien gehaltene Hunde soll nur dann vom Besitzer zu bezahlen sein, wenn der betroffene Hund das gesamte Kalenderjahr gelebt hat, fordern sie von Finanzstadtrat Peter Hanke (SP). Doch das Vorhaben scheiterte am 27. April nun im Gemeinderat. SPÖ, Neos und Grüne lehnten den Antrag ab. Die Hundebesitzer müssen auch weiterhin voll zahlen, wenn ihr geliebter Vierbeiner nicht das ganze Kalenderjahr überlebt. Einen aliquoten Anteil der Hundesteuer zu bezahlen sei laut Stadt nicht möglich. 

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"Unfaire Situation"

"Das führt zu einer unfairen Situation und zu einer zusätzlichen Belastung der trauernden Hundehalter", so die FP-Gemeinderäte Udo Guggenbichler und Wolfgang Seidl. Die Wiener Freiheitlichen bedauern die Ablehnung des Antrags. "Das kalte Herz der SPÖ lässt sich sogar bei toten Hunden nicht erweichen", ärgert sich Guggenbichler.

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