Alex Jürgen aus Steyr will weder ein Er noch eine Sie sein, sondern eine geschlechtsneutrale Bezeichnung tragen. Doch damit wird es derzeit nichts. Denn das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich hat nun einen entsprechenden Antrag abgelehnt.
Alex Jürgen (40) fühlt sich weder als Frau noch als Mann. Weil ihm (er bezeichnet sich auf seiner Website selbst als "intersexueller Mann") die Eintragung eines "X" für "intergeschlechtlich" in den Reisepass verweigert wurde, legte der gebürtige Steyrer Beschwerde ein. Als erster Österreicher kämpfte Alex Jürgen vor Gericht nun für die Anerkennung des dritten Geschlechts.
Und diesen Kampf hat er – vorerst – verloren. Denn nun hat das Landesverwaltunsgericht Oberösterreich entschieden. Es weist den Antrag auf die Geschlechtsbezeichnugen "inter", "anders" "x", "unbestimmt" oder auf einen mit diesen Begriffen sinngleichen Begriff ab", heißt es in einer Aussendung.
Denn, so das Gericht, ist die Änderung der Eintragung im Zentralen Personenstandsregister (ZPR) nicht möglich, weil eine andere Eintragung als "männlich" oder "weiblich" vom Gesetzgeber nicht vorgesehen ist.
Aber Alex Jürgen darf weiter hoffen. Denn das Landesverwaltungsgericht hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Anliegens eine Revision an den Verwaltungsgerichtshof ausdrücklich zugelassen.