Antwort vom Bundespräsidenten auf Luftballon-Nachricht

Pauli bekam einen Brief vom Bundespräsident als Antwort auf seinen Luftballon.
Pauli bekam einen Brief vom Bundespräsident als Antwort auf seinen Luftballon.
Reinhard Hörmandinger
Paulis Luftballon flog bis zum Bundespräsidenten. Dieser antwortete sogar auf eine daran befestigte Nachricht.

Pauli K. (6) ist Schüler der ersten Klasse Volksschule, vor den Sommerferien ging er noch in Neukirchen bei Altmünster (Bez. Gmunden) in den Kindergarten. In Neukirchen ist es Tradition, dass die angehenden Schulkinder an ihrem letzten Kindergartentag Luftballons mit Nachrichten steigen lassen.

Teil dieser Tradition ist auch, dass die Kindergärtnerinnen die Kinder aus einem Fenster im Erdgeschoß werfen. Draußen werden sie von den Volkschullehrerinnen aufgefangen, bevor sie dann die Ballons aufsteigen lassen.

Weit gereister Luftballon

Paulis Luftballon machte eine besonders weite Reise: Er flog am Traunstein vorbei, über den Nationalpark Kalkalpen und weiter nach Osten, bis er schließlich in der Steiermark landete. Dort blieb er in Mürzsteg an einem Gartenzaun hängen. Insgesamt legte der Ballon also eine Strecke von mehr als 130 Kilometern zurück.

Doch der Luftballon flog nicht nur ungewöhnlich lange, sondern landete auch bei einem besonderen Haus: Er verfing sich im Gartenzaun des kaiserlichen Jagdschlosses, dem Sommersitz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Antwort vom Bundespräsidenten persönlich

Mitarbeiter des Bundespräsidenten fanden die Überreste des Ballons und den daran befestigten Zettel. Sie schickten beides in einem Paket nach Wien in die Hofburg. Der Bundespräsident antwortete persönlich auf Paulis Nachricht.

"Lieber Pauli! Vor kurzem habe ich ein Paket aus meinem zweiten Amtssitz in Mürzsteg in der Steiermark erhalten. Darin war der Rest eines Luftballons, der an einem Gartenzaun direkt neben dem Haus gefunden worden ist. Und ein kleiner Zettel war dabei, auf dem ich Deinen Namen gelesen habe und die Nachricht, dass ihr bei Eurem Kindergartenfest Ballons habt steigen lassen", steht in dem Brief, den der Volksschüler am Dienstagnachmittag bekommen hat.

Pauli findet den Brief "cool"

Der Name Van der Bellen sagte Pauli nichts, aber nachdem seine Familie ihm Bilder des Bundespräsidenten gezeigt hatte, wusste er, wer auf seine Nachricht geantwortet hat. Auch wenn Pauli eigentlich wollte, dass der Luftballon bis zu seiner verstorbenen Uroma in den Himmel fliegt, freut er sich über die Antwort. Er findet es "ziemlich cool", dass ihm der Bundespräsident einen Brief geschrieben hat.

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