Der Anwalt jenes Privatdetektivs, der Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus die Ibiza-Falle stellte, hat dem U-Ausschuss offenbar das vollständige Ibiza-Video angeboten. Das bestätigfte das Büro des 1. Nationalratspräsidenten und Ausschuss-Vorsitzenden Wolfgang Sobotka (ÖVP) gegenüber der "Krone".
Bereits am Freitag soll in einer Sitzung der Fraktionsführer des U-Ausschusses entschieden werden, ob das Angebot des mutmaßlichen Ibiza-Drahtziehers auch angenommen wird. Die Tatsache, dass das Video schon Ende April von der "Soko Tape" sichergestellt wurde, dem U-Ausschuss aber noch nicht übergeben wurde bzw. nicht einmal klar ist, wann dies der Fall sein wird, hat für große Aufregung gesorgt.
Äußerst Kurioses berichtete NEOS-Abgeordnete und Ausschuss-Mitglied Stephanie Krisper am Donnerstag auf Twitter. Laut Akten und Medien sei der Ibiza-Privatdetektiv bzw. dessen Anwälte weder von der zuständigen Soko noch von Ausschuss-Vorsitzenden Sobotka je gefragt worden, ob sie das vollständige Ibiza-Video zur Verfügung stellen.
ÖVP-Innenminister Karl Nehammer hatte im U-Ausschuss erklärt, dass die bereits beendete Auswertung lange dauerte, weil sie komplex war - und dass die Staatsanwaltschaft für die Weitergabe zuständig sei.