Dramatische Wendung im wohl berühmtesten Rap-Mord der Geschichte: Michael Sanft (54), der Anwalt des verurteilten Tupac-Mörders Duane "Keffe D" Davis, ist gestorben. Der prominente Strafverteidiger starb völlig überraschend.
Sanft war erst vor wenigen Wochen durch einen der spektakulärsten Mordprozesse der US-Musikgeschichte weltweit bekannt geworden. Er verteidigte den einzigen Mann, der jemals wegen des Mordes an Tupac Shakur angeklagt wurde.
Nach "Bild"-Informationen wurde Sanft von Freunden in Las Vegas tot aufgefunden, die Todesursache wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Sein Mandant "Keffe D" Davis wurde im August wegen Mordes schuldig gesprochen und im Oktober zu 40 Jahren bis lebenslanger Haft verurteilt.
Der Fall beschäftigte Amerikas Justizbehörden drei Jahrzehnte lang: Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 nach einem Boxkampf in Las Vegas in einem BMW angeschossen. Der damals 25-Jährige starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.
Erst 2023 verhaftete die Polizei "Keffe D", eine bekannte Figur aus dem Umfeld der Gang "South Side Compton Crips". Die Staatsanwälte warfen ihm vor, den tödlichen Angriff organisiert und die Waffe bereitgestellt zu haben.
Nach dem Schuldspruch zeigte sich Sanft tief enttäuscht, blieb aber kämpferisch. Sein Mandant habe ihn aufgemuntert und gesagt, dies sei nur "Phase eins". Gemeint war der geplante Kampf gegen das Urteil.
Nun ist der Mann, der diesen juristischen Kampf führen sollte, plötzlich tot. Sanft gehörte seit Jahren zur Anwaltsszene von Las Vegas und hatte mehr als 150 Prozesse geführt.