Der Wiener Rechtsanwalt Nikolaus Rast wird drei von vier Familien vertreten, die ein Mitglied durch die Bluttat von Alois H. verloren haben. Er möchte dafür sorgen, dass die Hinterbliebenen finanziell abgesichert sind. Inzwischen wurde auch das letzte Opfer des Wilderers beigesetzt.
Rast berichtete im "Kurier", dass der 55-jährige Amokschütze über eine stattliche Liegenschaft und Eigengrund verfügt und keine Schulden habe. Seine Mandanten haben einen "ganz legitimen Anspruch" auf finanzielle Entschädigung. "Ich rechne nicht damit, dass sich jemand querlegen wird. Wer Anstand hat, macht das nicht", so Rast.
Überdies führe er auch die übrigen Behördenverfahren. Es gehe um die Witwenrenten und den Unterhalt für die Kinder. Bei den Polizisten sei dies reine Formsache. Ob die Frau des ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Fahrers entschädigt werde, sei unklar. "Darüber wird es Gespräche geben." Auch auf das trauerbezogene Schmerzensgeld hätten die Familien "selbstverständlich ein Recht", sagte Rast laut "Kronen Zeitung".
Letztes Opfer beerdigt
Am Freitagnachmittag wurde mit Gruppeninspektor Manfred Daurer (44) das vierte Opfer und letzte Opfer des Wilderers beigesetzt. Bei der Beerdigung in seiner Heimatgemeinde Gaming (Bezirk Scheibbs) nahmen auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und LHStv. Karin Renner (SPÖ) teil.