Szene

Applaus für "Das große Museum", Friedrich geehrt

Große Kunst und großer Protest: Die Eröffnung des Österreich-Filmfestivals Diagonale wurde in Graz zum spannenden Event.
Heute Redaktion
14.09.2021, 15:01

Große Kunst und großer Protest: Die wurde in Graz zum spannenden Event.

Riesenapplaus in Graz für "Das große Museum": Die smarte und witzige Doku über das Kunsthistorische Museum in Wien, von Intendantin Barbara Pichler zur Diagonale-Eröffnung ausgesucht, ist ein perfektes Beispiel für die Qualität des österreichischen Films. Regisseur Johannes Holzhausen darf sich auf einen Publikums-Hit freuen - im Kino genauso wie später im Fernsehen.

Riesenapplaus am Dienstag Abend in Graz aber auch für die .

("Der Knochenmann") - sie alle, und noch etliche Promis mehr, haben sich zusammengeschlossen, um gegen Politik und ORF zu protestieren.

Der Hintergrund: Weil sich die Koalition nicht über die Refundierung der Gebührenbefreiung für den einigen kann, will der ORF seine Aufträge an heimische Filmschaffende um ein Drittel kürzen.

"Absoluter Irrsinn"

diesen Plan. "Nach dem Neujahrskonzert ist das österreichische Filmschaffen der große Exportschlager im Kulturbereich." So etwas könne man nur abdrehen, "wenn man ganz blöd ist". Josef Hader findet ähnlich deftige Worte: "Absoluter Irrsinn."

In einem Drei-Minuten-Video, das bei der Diagonale-Gala Premiere hatte und jetzt unter www.filmfernsehfreunde.at im Web abgerufen werden kann, fordert die Filmbranche, den ORF gesetzlich dazu zu verpflichten, 20 Prozent seiner Gebühreneinnahmen für die Produktion von Filmen, Dokumentationen und TV-Serien in Österreich zu verwenden.

Der Diagonale-Eröffnungfilm "Das große Museum" ist ein typisches Beispiel für die (noch) fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Filmschaffenden und dem ORF. Die Doku, bereits bei der Berlinale mit einem Preis ausgezeichnet, wurde unter anderem durch das sogenannte Film/Fernseh-Abkommen finanziert. Der ORF ist Koproduzent und kann den Film nach der Kino-Auswertung zur besten Sendezeit selbst ausstrahlen.

Protestvideo im Vorprogramm

Von den 192 Filmen, die bei der Diagonale laufen, haben etwa 15 eine Förderung nach dem Film/Fernseh-Abkommen erhalten. Bei allen wird, so Intendantin Barbara Pichler, das Protestvideo im Vorprogramm laufen.

Am Samstag findet in Graz die Verleihung der Diagonale-Preise statt. Einen Gewinner gab es schon bei der Eröffnung: ("Hundstage", "Atmen") nahm den Großen Schauspielpreis entgegen.

Gunther Baumann, Graz

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