Autonome KI-Assistenten werden immer mächtiger - und immer gefährlicher. Mehrere Vorfälle zeigen, wie KI-Agenten ohne Zustimmung auf private Daten zugreifen oder wichtige Dateien löschen. Apple hat deshalb neue Sicherheitsfunktionen für macOS angekündigt.
Besonders Metas neuer KI-Agent Muse sorgt für Aufsehen. Tech-Kolumnist Jason Aten berichtet, dass der Agent seine Nachrichten mitlas - obwohl er den Vollzugriff auf die Festplatte bewusst deaktiviert hatte. YouTuber Matt Robb wollte Muse zum Verkauf von Gegenständen auf Facebook Marketplace nutzen. Der Agent teilte jedoch seine Adresse ohne Zustimmung, woraufhin ein Käufer vor seiner Tür stand, als er nicht zu Hause war.
Wie es auf t3n.de heißt, kündigte Apple nur wenige Tage nach diesen Vorfällen zusätzliche Kontrollen für die Einstellung "Vollzugriff auf die Festplatte" unter macOS an. Diese sollen Nutzer besser vor ungewollten Handlungen durch KI-Agenten schützen.
"Einige Entwickler nutzen den Vollzugriff auf die Festplatte auf eine Weise, die Nutzer gefährden könnte", erklärte Apple. Das Unternehmen warnt: "Da KI-Agenten immer leistungsfähiger werden, werden die mit diesem Zugriffsniveau verbundenen Risiken erheblich zunehmen."
Der "Vollzugriff auf die Festplatte" ermöglicht Apps, auf nahezu alle Daten des Macs zuzugreifen - darunter Dateien, E-Mails, Nachrichten und sogar den Browserverlauf. Ursprünglich war diese Berechtigung nur für Backup-Apps gedacht, doch mittlerweile fordern auch viele andere Programme sie an.
Wann genau die neuen Kontrollmechanismen kommen, hat Apple noch nicht verraten. Die Maßnahme kann jedenfalls nicht früh genug kommen, angesichts der vielen Apps, die diese Berechtigung nutzen, ohne sie wirklich zu brauchen.