Apple stellt drei neue Macs mit eigenem Chip vor

Apple sagt "Bye-bye!" zum Chip-Giganten Intel. Der iPhone-Hersteller hat drei neue Macs mit eigenem Prozessor gezeigt. Die Highlights im Überblick.

"One More Thing" – unter diesem Motto fand das Event von Apple am Dienstagabend statt. Es ist ein Satz, der zum Wortschatz des 2011 verstorbenen Apple-CEOs Steve Jobs gehörte. Er nutzte die Phrase oft dann, wenn es etwas Wichtiges anzukündigen gab. Apple sagt nämlich dem Chip-Hersteller Intel "Bye-bye!". Bereits im Sommer hat der iPhone-Bauer den Schritt angekündigt. Es ist die größte Neuerung für die Mac-Computer seit dem Wechsel von PowerPC zu Intel, die 2005 angekündigt wurde.

Hinter der Ankündigung steckt Kalkül: Apple möchte mit dem Schritt mehr Kontrolle über die Mac-Produktion erlangen. Für Kunden dürfte diese ebenfalls von Vorteil sein. So sollen die neuen Macs leistungsfähiger, stromsparender und günstiger werden. Langfristig sollen die Chips wohl in allen Apple-Computern verbaut werden. M1, so heißt der neue All-in-one-Prozessor, der bei Macs den Takt angeben soll. Gebaut ist er mit 5-Nanometer-Technologie. Apple verspricht, mit dem M1 viel Performance bei wenig Stromverbrauch zu liefern.

Neue Macs erscheinen am 17. November

Software und Hardware spielen nun besser zusammen. Der Hersteller verspricht, dass die Notebooks nun schneller aus dem Ruhezustand aufwachen und Apps und Software mit M1 und dem neuen Betriebssystem Big Sur deutlich schneller starten. Was aber wenn man Apps oder Software nutzt, die noch nicht mit dem neuen Chip kompatibel sind? Apple will hier ein Emulations-Programm bieten, um diese Programme auf den neuen Computern laufen zu lassen. Wie gut das im Alltag funktioniert, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen, sobald Nutzer mit der neuen Hardware arbeiten.

Panic, Adobe, Affinity – das sind alles Entwickler, die ihre Apps wohl von Beginn an für die neue Plattform optimiert haben. Das erste Notebook, das den M1-Prozessor erhält, ist das Macbook Air. Das dünne Gerät soll problemlos 4K-Inhalte verarbeiten können, verspricht Apple. Dabei macht es keinen Krach, denn einen Lüfter gibt es im Macbook Air nicht. Der Akku soll für bis zu 18 Stunden Video-Playback ausreichen. In den USA wird das Gerät ab 999 Dollar (Angabe ohne Steuern) verkauft, in Österreich ab 17. November ab 1.129 Euro.

Auch neue Chip für Macbook Pro

Der Mac Mini erhält ebenfalls den neuen M1-Chip von Apple. Im Gegensatz zum Macbook Air ist beim Mac Mini allerdings ein Lüfter eingebaut. Der Preis startet bei 699 Dollar beziehungsweise ab 799 Euro. Laut Apple ist das Gerät 100 Dollar günstiger als der Vorgänger. Das 13-Zoll Macbook Pro erhält ebenfalls den neuen M1-Chip. "Mit dem neuen Prozessor wird das Gerät jetzt noch mehr Pro", sagt Apple. Der Akku des Macbook Pro soll für bis zu 20 Stunden Video-Wiedergabe ausreichen. Das Gewicht (ungefähr 1,3 Kilogramm) ändert sich nicht im Vergleich zum Vorgänger. Preise starten ab 1.299 Dollar und 1.449 Euro.

Die drei Geräte können ab sofort bestellt werden. Das neue Betriebssystem macOS Big Sur kann ab Donnerstag installiert werden. "Es ist ein langer Weg", heißt es von Apple. Die Intel-Macs werden im übrigen nicht sofort aus dem Programm verschwinden. Der Hersteller verkauft die bisherigen Macs weiterhin, bis die Umstellung zu den eigenen Prozessoren abgeschlossen ist. 

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