Apple trotzt globalen Problemen – Amazon enttäuscht

17 Prozent Wachstum im Service-Bereich: Apple. (Archivbild)
17 Prozent Wachstum im Service-Bereich: Apple. (Archivbild)REUTERS
Der iPhone-Hersteller hat im ersten Quartal einen Gewinn von 25 Milliarden Dollar gemacht. Beim größten Online-Händler laufen die Geschäfte schlecht.

Apple trotzt den globalen Problemen der Elektronik-Branche mit einem weiteren Mega-Quartal. Der iPhone-Konzern steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um neun Prozent auf 97,3 Milliarden Dollar (92,5 Mrd. Euro). Unterm Strich blieb ein Gewinn von 25 Milliarden Dollar in den Konzernkassen. Das waren knapp sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders stark war das Wachstum im Service-Bereich, in dem das Geschäft etwa mit Speicherdiensten, der App-Plattform, aber auch Musik- und Videostreaming gebündelt ist. Der Umsatz der Sparte wuchs um gut 17 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar.

Mac-Computer machen Freude

Beim wichtigsten Apple-Produkt, dem iPhone, legten die Erlöse um 5,4 Prozent auf knapp 50,6 Milliarden Dollar zu. Freude machten dem Konzern auch die Mac-Computer mit einem Umsatzplus von 14,6 Prozent auf gut 10,4 Milliarden Dollar. Der globale PC-Markt schrumpfte in dem Quartal dagegen nach Berechnungen der Analysefirma IDC um rund fünf Prozent. Die Elektronik-Industrie hat insgesamt mit Chip-Engpässen und anderen Problemen in den Lieferketten zu kämpfen.

Apple übertraf deutlich die Erwartungen von Analysten unter anderem beim Konzernumsatz sowie im iPhone- und Mac-Geschäft. Das Programm zum Aktienrückkauf wird nun um weitere 90 Milliarden Dollar ausgebaut. Der Kurs der Apple-Aktie drehte im nachbörslichen Handel nach anfänglichen Zuwächsen ins Minus und gab zeitweise um rund 1,3 Prozent nach.

Amazon enttäuscht

Beim weltgrößten Online-Händler Amazon laufen die Geschäfte überraschend schlecht. Der Betriebsgewinn brach im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 58 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar ein, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Seattle mitteilte. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 116,4 Milliarden Dollar zu – damit verzeichnete Amazon das schwächste Wachstum seit rund zwei Jahrzehnten. Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine hätten zu «ungewöhnlichen Herausforderungen» geführt, erklärte Amazon-Vorstandschef Andy Jassy.

Unterm Strich erlitt der Konzern sogar einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden Dollar, was allerdings vor allem an einer 7,6 Milliarden Dollar schweren bilanziellen Wertkorrektur einer Beteiligung am Elektroautobauer Rivian lag. Anleger reagierten dennoch schockiert und ließen Amazons Aktien nachbörslich zunächst um rund zehn Prozent fallen. Denn auch die Prognose für das laufende Quartal fiel enttäuschend aus. Amazon stellte Erlöse zwischen 116 Milliarden und 121 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Zuwachs zwischen drei und sieben Prozent im Jahresvergleich entsprechen würde.

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