Der iPhone-Konzern weicht beim M6 von seiner bisherigen Chipstrategie ab: Vom M1 bis zum M5 gab es von jedem Apple-Silicon-Modell jeweils mehrere Varianten, doch beim M6 ist das nicht mehr geplant. Es bleibt bei nur einem Standard-M6-Prozessor - M6 Pro, M6 Max oder gar M6 Ultra werden komplett ausgelassen.
Damit dürfte der M6 nur in einem MacBook Pro der Einsteigerklasse und einem MacBook Air landen, möglicherweise auch im iMac oder Mac mini.
Wie heise online unter Berufung auf Bloomberg meldet, hat Apple bereits mit dem sogenannten Tape-out mehrerer M7-Chips begonnen - dem finalen Schritt vor der Fertigung. Der Grund für das Überspringen der M6-Varianten: Apple plant beim M7 massive Änderungen bei den integrierten KI-Beschleunigern, die sich nicht mehr in die M6-Architektur integrieren lassen.
Der erste M7-Chip ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Bis Ende des Jahres folgen dann M7 Pro und M7 Max, 2028 kommt die Ultra-Version. Besonders beeindruckend: Der M7 Ultra soll bis zu 1,5 Terabyte Arbeitsspeicher ansprechen können. Zum Vergleich: Diese RAM-Menge hat Apple zuletzt 2019 beim Mac Pro mit einem Intel-Chip ermöglicht.
Die zentrale Neuerung beim M7 sind die deutlich leistungsfähigeren Neural Engines - Apples Bezeichnung für die KI-Beschleuniger. Diese spezialisierten Recheneinheiten beschleunigen KI-Aufgaben direkt auf dem Chip. Bloomberg spricht von erheblichen Verbesserungen, die sich Nvidias Blackwell-Chips annähern sollen.
Intern arbeitet Apple bereits am M8, der ebenfalls in mehreren Varianten erscheinen soll. Ab 2028 setzt Apple dafür auf einen 1,4-Nanometer-Fertigungsprozess. KI ist bei Apple nicht mehr nur ein Feature unter vielen, sondern von zentraler Bedeutung für die Produktstrategie.
Apple setzt stark auf lokale KI-Systeme. Die lokale Nutzung großer Sprachmodelle hat viele Vorteile: Es fallen keine Tokenkosten an, die sich zuletzt massiv verteuert haben, und man gibt seine Daten nicht in die Cloud.