Apple und Google mehr wert als Coca-Cola

Apple hat Coca-Cola als wertvollste Marke der Welt in der Rangliste des US-Beratungsunternehmens Interbrand abgelöst. Der Internetriese Google machte einen großen Sprung auf den zweiten Platz, wie aus der am Montag veröffentlichten Liste hervorgeht. Coca-Cola lag seit der ersten Erhebung im Jahr 2000 stets an der Spitze und ist jetzt nur noch die Nummer drei.

Interbrand errechnete für die Marke Apple einen Wert von 98,32 Mrd. Dollar (72,63 Mrd. Euro). Das war ein Plus von mehr als einem Viertel, nämlich 28 Prozent. Noch 2011 stand der iPhone- und iPad-Hersteller auf dem achten Platz. In der vergangenen Rangliste lag Apple schon dicht hinter Coca-Cola auf Platz zwei. Der Wert der Marke Google schoss um 34 Prozent auf 93,29 Mrd. Dollar hoch.

Keine Firma aus Österreich im Ranking

Angesichts dieser Sprünge reichte für Coca-Cola das Plus von zwei Prozent auf 79,2 Mrd. Dollar nicht, um die Spitze zu halten. Der Getränkemarke sitzt jetzt ein weiteres Technologieschwergewicht im Nacken: IBM. Interbrand berücksichtigt bei der Bewertung die Geschäftszahlen, die Bedeutung einer Marke für Kaufentscheidungen sowie ihre Stärke zur Sicherung künftiger Gewinne. Die besten deutschen Marken in dem Interbrand-Ranking sind wie im vergangenen Jahr Mercedes-Benz und BMW auf den Plätzen elf und zwölf. Aus Österreich ist keine Firma dabei.

Unter den zehn wertvollsten Marken dominiert ganz klar die neue Technologiewelt. Microsoft liegt auf dem fünften Rang, Samsung verbesserte sich nach einem Plus von 20 Prozent auf Platz acht, knapp vor Intel. Dazwischen mischen sich der Industrie-Riese General Electric auf Rang sechs, McDonald's auf dem nachfolgenden Platz sowie die Automarke Toyota als letzter der Top 10.

"Marken wie Apple und Google und Samsung verändern unser Verhalten: Wie wir einkaufen, wie wir miteinander kommunizieren, sogar ob wir miteinander reden", sagte Interbrand-Chef Jez Frampton der "New York Times" (NYT) von Montag. "Sie haben buchstäblich verändert, wie wir leben."

Facebook auf 52, Blackberry stürzt ab

Facebook liegt trotz mehr als einer Milliarde Mitglieder noch weit von der Spitze entfernt, verbesserte sich aber auf den 52. Platz. Das Online-Netzwerk liegt damit direkt vor Adidas und dem Lebensmittelriesen Nestlé. Der notleidende Smartphone-Pionier Blackberry fiel ganz aus den Top 100.

APA/red.

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