Wer sich für eine Apple Watch mit Aluminium-Gehäuse entscheidet, sollte einen Umstand beachten: Manche Modelle neigen bei manchen Benutzern zu beschleunigter Korrosion. Das Gehäuse sieht dann fast wie ein Laib Schweizer Käse aus, mit feinen Löchern oder länglichen Rinnen im Material.
Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch Probleme beim Tragen verursachen. Die Ränder der ausgefrästen Löcher sind nämlich ziemlich scharf und können die Haut reizen.
Wie Macwelt berichtet, ist der Grund für die sogenannte Lochfraßkorrosion ziemlich klar: Der Schweiß der Träger kommt permanent mit der Uhr in Kontakt. Die Chloridionen aus dem Kochsalz im Schweiß reagieren mit der oxidierten Schicht des Aluminiumgehäuses und verdrängen den Sauerstoff. So wird die Schutzschicht durchbrochen.
Das Metall darunter reagiert mit weiteren Chlorionen vom Schweiß. Dadurch entsteht punktuell eine saure Umgebung, die sich immer weiter ins Innere frisst. So entsteht das typische Käse-Muster auf der Apple Watch.
Wie verbreitet das Problem tatsächlich ist, lässt sich aus einzelnen Social-Media-Posts nicht sagen. Sicher ist: Nicht alle Apple Watches sind gleich anfällig, schließlich schwitzt jeder unterschiedlich viel und intensiv.
Interessant ist, dass das Problem gar nicht so neu ist. Die Schweizerische Uhrenindustrie hat sogar eine eigene Norm, die die Resistenz von Gehäusen gegen chemische Einwirkungen beschreibt. Manche Labore tauchen Uhren in künstlichen Schweiß, um ihre Beständigkeit zu testen.