Im Juni 1995 wurden die damalige Talkshow-Moderatorin Arabella Kiesbauer und ihr Team in einem Münchener TV-Studio Opfer eines rassistisch motivierten Briefbombenanschlags. Dabei wurde eine Assistentin der Show verletzt. Der Täter, der österreichische Rechtsextremist Franz Fuchs, wurde zwei Jahre später verhaftet.
Auch 31 Jahre danach ist das Attentat für die heute 57-Jährige nicht vergessen. Das Erlebnis hat tiefe Spuren hinterlassen.
Wie bunte.de unter Berufung auf die Agentur teleschau berichtet, sprach Kiesbauer zum Staffelstart von "Kampf der Realitystars" über das Erlebte: "Das ist ein Ereignis, das kann man nicht vergessen." Auch wenn sie inzwischen ihre "Leichtigkeit wiedergefunden" habe, sei etwas verloren gegangen: "Diese Unschuld von vor der Briefbombe habe ich sicherlich nicht mehr."
Kiesbauer ist sich bewusst, dass sie "vor allem für People of Colour" ein Vorbild ist. "Man darf nicht vergessen: Als ich im Fernsehen angefangen habe, gab es in der Branche noch nicht viele dunkelhäutige Menschen", erinnert sie sich. "Das war ein Befreiungsschlag: Endlich ist da eine, die aussieht wie wir."
Rassistische Kommentare auf Social Media duldet die Moderatorin nicht: "Wenn ein Kommentar wirklich rassistisch ist, dann lösche ich den", stellt sie klar. Ein derartiges Forum wolle sie nicht bieten.