Trotz Haftbefehl ist Abou-Chaker wieder frei

Vor rund zwei Wochen wurden dem berüchtigten Berliner Clan-Boss die Handschellen angelegt. Nun ist er aber wieder auf freiem Fuß.

Es galt zunächst als enorm wichtiger Schlag gegen kriminelle Clans: Am 15. Jänner wurde Arafat Abou-Chaker ohne Vorwarnung in einem Gerichtssaal verhaftet. Es hätte konkrete Hinweise gegeben, dass der Clan-Anführer eine Entführung von Bushidos Frau und Kinder plant.

Nun die überraschende Wende. Denn am Donnerstag verließ Arafat Abou-Chaker das Gericht in Berlin. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Laut der Generalstaatsanwaltschaft gab es nicht genügend Haftgründe.

Bereits über 30 Mal stand der Clan-Boss vor dem Richter. Beinahe jedes Mal verließ er den Gerichtssaal ohne belangt worden zu sein. Am 15. Jänner gelang schließlich ein wahrer Schlag: In einem Prozess wegen Körperverletzung wurde er zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hat einen Hausmeister angegriffen.

Doch damit war die Sache nicht erledigt. Kurz nach der Urteilsverkündung wurde das Publikum aus dem Saal gebeten, dann trat Oberstaatsanwältin Petra Leister durch die Tür. Mit dabei: Ein Haftbefehl gegen Arafat Abou-Chaker. Der Clan-Führer wurde umgehend in U-Haft gesteckt. Zehn Polizisten bewachten den Eingang des Gerichtssaals.

Zunächst drohten Abou-Chaker bist zu sechs Monate Untersuchungshaft. Daraus wurde nun indes nichts.

(slo)

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