"Arbeite 77 Wochenstunden" – Paketlieferant packt aus

Bei einem Paketdienstleister in Salzburg mussten Mitarbeiter 77 Wochenstunden arbeiten und am Autobahnparkplatz übernachten – es setzte 50 Anzeigen!

Unglaubliche Details aus einer Großrazzia bei einem Paketdienst in Salzburg. Dem Postzusteller werden seitens der Finanzpolizei Schwarzarbeit, Scheinselbständigkeit andere Missstände vorgeworfen. Nach der Razzia im Dezember setzte es Dutzende Anzeigen wegen Verstößen gegen das Sozialversicherungs-, Melde- und das Kraftfahrgesetz.

77 Stunden Arbeit pro Woche keine Seltenheit

91 Frächter sowie 20 weitere Personen wurden bei der unangekündigten Großkontrolle überprüft. Einige Aussagen der Mitarbeiter ließen bei den Ermittlern die Alarmglocken schrillen. "Wir müssen bis zu 77 Stunden pro Woche arbeiten, haben keine Unterkunft und übernachten am Autobahnrastplatz", gab einer der kontrollierten Männer zu Protokoll.

Andere hätten Nächte mit bis zu sieben Personen im Zimmer in einem provisorischen Matratzenlager verbringen müssen. Vorgesetzte hätten ihnen mit Strafen bis zu 500 Euro gedroht, wenn eine Tour krankheits- oder urlaubsbedingt ausfallen sollte.

Über 50 Verstöße nun angezeigt

Insgesamt setzte es nun bereits mehr als 50 Anzeigen an Bezirksverwaltungsbehörden. Außerdem wurden das Arbeitsmarktservice und die Gesundheitskasse informiert. Die Unschuldsvermutung gilt.

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