Der Wiener musste auf behördliche Anordnung in die Quarantäne, weil sich vier seiner Kollegen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Eine Ansteckung konnte nicht ausgeschlossen werden. Der Mann bekam aber zu lange keine Bestätigung über die Quarantäne. Die Firma kündigte ihn daraufhin. Für die Zeit der Quarantäne wurde ihm sogar noch Urlaub abgezogen.
Mithilfe der Arbeiterkammer konnte der Mann zumindest noch das Geld für offene Urlaubstage bekommen, das ihm wirklich zusteht. "Von der Regierung verlange ich, dass Arbeiter, die in Quarantäne geschickt werden, verlässlich eine entsprechende Bescheinigung für den Arbeitgeber erhalten", zeigt sich Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl gegenüber der "Kronen Zeitung" verärgert.
Der Arbeiter wurde schlussendlich negativ getestet. Bei diesem Ergebnis bekommt man jedoch keinen Absonderungsbescheid. Laut der Arbeiterkammer hängen die Arbeitnehmer daher in der Luft zwischen der Feststellung, dass sie ein Verdachtsfall sind, und dem Testergebnis. Gefordert wird eine unmissverständliche Regelung, ab wann sich jemand in Quarantäne befindet.