Wirtschaft

Arbeiterkammer rügt neue WESTbahn-Preise

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:32

Ab 13. Dezember kassiert ÖBB-Konkurrent WESTbahn zu Spitzenzeiten auch von Inhabern des VOR-Top-Jugendtickets Aufschläge. Das kündigte Unternehmenschef Erich Forster an. Die Arbeiterkammer läuft dagegen Sturm!

Grund ist ein Geld-Streit innerhalb des VOR, wo die ÖBB laut Forster "eine faire Einnahmenaufteilung" verhindere. Konkret müssen neben Zeitkarten- auch Top-Ticket-Kunden zwischen Wien–St. Pölten, St. Pölten–Amstetten sowie in der Kernzone 100 je 2 Euro, zwischen Wien–Amstetten 3 Euro Aufschlag zahlen.

Das gilt bei Zustieg vor 9 und nach 15.30 Uhr (Mo.–Do.), vor 9 und nach 12 Uhr (Fr.), vor 10 und nach 15.30 Uhr (Sa.) bzw. nach 12 Uhr (So.).

"Kundenfeindliche Preispolitik stoppen"

Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske hat die geplante Preiserhöhung der Westbahn kritisiert. "Die Westbahn muss ihre unsoziale und kundenfeindliche Preispolitik sofort stoppen", forderte Kaske am Dienstag und ortet Preispolitik nach dem Motto: Wenn die Kasse diesen Monat nicht stimmt, kommt nächsten Monat ein neuer Aufschlag.

Einmal mehr wetterte der AK-Präsident auch gegen weitere Privatisierungen bei der Bahn. "Wir wollen die Probleme, die wir momentan auf der Weststrecke erleben, nicht in ganz Österreich haben."

Die Westbahn fährt seit Dezember 2011 als "private" Alternative zu den ÖBB.

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