Arbeitslosen-Zahl steigt in Corona-Krise drastisch an

Immer mehr Menschen verlieren wegen der Coronavirus-Krise in Österreich ihren Job und sind auf finanzielle Hilfe angewiesen. Am Mittwoch wurde die aktuelle Zahl der Arbeitslosen genannt.
Seit 16. März sind die von der Bundesregierung beschlossenen Ausgangsbeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus bereits in Kraft, viele Unternehmen mussten deshalb schließen.

Am Mittwoch hat das AMS nun die aktuellen Arbeitslosen-Zahlen bekanntgegeben. Besonders hart hat die Virus-Krise dabei die Bereiche Tourismus und Gastronomie sowie die Baubranche getroffen.

Über 560.000 Arbeitslose

Ende März 2020 sind 504.345 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt Ende März um +65,7 Prozent bzw. +199.934 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Inklusive der Personen in einer AMS-Schulung beträgt die Zahl der Vorgemerkten Ende März 562.522, das bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um +193.543 bzw. +52,5 Prozent.

In AMS-Schulung befinden sich aktuell 58.177 Personen (-6.391 bzw. -9,9 Prozent gegenüber Ende März 2019).



Diese Branchen sind am stärksten betroffen

In der Betrachtung nach Branchen zeigen sich Ende März die größten Zuwächse in der registrierten Arbeitslosigkeit im Tourismus (+167,1 Prozent), gefolgt von der Baubranche (+103,5 Prozent).

Dann folgen die Warenproduktion mit +41,6 Prozent Arbeitslosigkeit und die Arbeitskräfteüberlassung (+40,1 Prozent). Aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen ist die Arbeitslosigkeit mit +28,9 Prozent ansteigend.

Mehr Arbeitslose in ganz Österreich

Steigende Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr verzeichnen alle Bundesländer, am stärksten ist der Zuwachs in Tirol (+199,0 Prozent) und Salzburg (+138,5 Prozent).

Danach folgen die Steiermark (+90,9 Prozent), Vorarlberg (+79,1 Prozent), Oberösterreich (71,0 Prozent), Kärnten (+67,6 Prozent), Burgenland (+61,5 Prozent) und Niederösterreich (+50,7 Prozent). In Wien steigt die Arbeitslosigkeit um +38,9 Prozent.

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