Arbeitslosengeld: 16 Prozent mehr Job-Verweigerer

Bild: Lisi Niesner/Heute
Die Zahl der Sperren von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ist 2016 erneut in die Höhe geklettert. Besonders markant ist der Anstieg der Fälle, in denen Jobs oder Schulungen verweigert wurden.
Die Zahl der Sperren von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ist 2016 um 1,34 Prozent auf 103.804 angestiegen. Deutlich markanter ist der Anstieg der Zahl der verweigerten Jobs oder Schulungsmaßnahmen um 16 Prozent. 16.557 Mal wurde aus diesem Grund das Arbeitslosengeld gesperrt, das macht 16 Prozent aller Sperren aus.

In einem solchen Fall wird das Arbeitslosengeld bzw. die Notstandshilfe für sechs Wochen, bei Wiederholung für acht Wochen gesperrt. Sind die Betroffen gänzlich arbeitsunwillig, wird das Geld ganz gestrichen, das war 236 Mal der Fall.
"Deutlich mehr offene Stellen"

AMS-Vorstand Johannes Kopf begründet das mit dem größeren Angebot an Jobs und Schulungen: "Konkreter Hintergrund der höheren Zahl an Sperren wegen Verweigerung der Arbeitsaufnahme im Vorjahr ist vor allem die Tatsache, dass wir deutlich mehr offene Stellen haben und damit auch mehr Vermittlungsvorschläge machen können", sagte er gegenüber "orf.at".

In mehr als der Hälfte der Fälle (56 Prozent) waren versäumte Kontrolltermine schuld - meist verlieren die Bezieher wenige Tage lang den Anspruch. 28 Prozent der Fälle entfielen auf Bezieher, die ihren Job selbst kündigten, wodurch sie in den ersten vier Wochen kein Arbeitslosengeld erhielten.

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