Arbeitslosengeld 2015 war 102.431 Mal gesperrt

Bild: Denise Auer

Ganze 102.431 Mal wurde im Jahr 2015 das Arbeitslosengeld den jeweiligen beziehern in Österreich gesperrt. Grund war aber, wie der "ORF" berichtet, nicht ein gestiegener Missbrauch. Tatsächlich geschah dies im Groteil der Fälle, weil die Bezieher verpflichtende Kontrolltermine versäumt hatten. 225 Mal wurde die Zahlung eingestellt, weil sich die Bewerber gänzlich arbeitsunwillig zeigten.

Ganze 102.431 Mal wurde im Jahr 2015 das Arbeitslosengeld den jeweiligen Beziehern in Österreich gesperrt. Grund war aber, wie der "ORF" berichtet, nicht ein gestiegener Missbrauch. Tatsächlich geschah dies im Groteil der Fälle, weil die Bezieher verpflichtende Kontrolltermine versäumt hatten. 225 Mal wurde die Zahlung eingestellt, weil sich die Bewerber gänzlich arbeitsunwillig zeigten.

Nach Zahlen stieg zwar die Zahl der Personen, die zumindest einen Tag arbeitslos gemeldet waren, sprunghaft an (um 28.539 Personen auf 950.926). Die Zahl der Missbrauchsfälle blieb aber im Verhältnis dazu gleich, die Unternehmen verzeichneten keinen Anstieg der Betrüge beziehunsgweise meldeten nicht ungleich mehr dem AMS.

Die Fälle von jenen Personen, die Arbeitslosengeld gestrichen werden musste, weil keinerlei Arbeitswille vorhanden war, stiegen um 14,2 Prozent. Mit insgesamt 225 Fällen im Jahr 2015 machten sie aber den kleinsten Teil bei den Gründen für eine Streichung aus. 14.260 Mal wurde eine bestimmte Arbeitsaufnahme oder Schulung verweigert, was zu einer sechswöchigen Sperre führte. Im Wiederholungsfall dauert die Sperre acht Wochen.

Ganze 58.694 Mal wurde ein AMS-Kontrolltermin versäumt und deswegen das Arbeitslosengeld gesperrt. 29.252 Sperren gingen auf die Selbstkündigung zurück. Kündigt man freiwillig, ohne einen neuen Job zu haben, bekommt man vier Wochen lang kein Arbeitslosengeld.

 

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