Arbeitslosigkeit weiter hoch – 533.000 auf Jobsuche

Die Turbulenzen am Arbeitsmarkt sind noch lange nicht vorbei.
Die Turbulenzen am Arbeitsmarkt sind noch lange nicht vorbei.picturedesk.com
Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt weiterhin fest im Griff. Rund 533.000 Menschen sind derzeit arbeitslos.

"Die akute Bewältigung der Pandemie hat weiterhin Priorität", erklärte Arbeitsminister Martin Kocher zu Beginn der Pressekonferenz. 533.512 Menschen sind in Österreich derzeit arbeitslos, das sind 112.000 mehr als im Vorjahr und gegenüber der Vorwoche ein Plus von 761.

73.000 Arbeitslose im Tourismus

Vor allem der fehlende Saisonstart im Tourismus und in der Gastronomie ist ein Grund für die hohe Zahl. "Wir haben uns frühere Öffnungsschritte gewünscht, aber sie sind zu riskant", so Kocher.

Insgesamt sind im Tourismus 73.000 Menschen arbeitslos, das sind 40.000 mehr als im Vorjahr. 468.000 Personen sind insgesamt beim AMS als arbeitslos gemeldet, 65.000 befinden sich in Schulungen.

Wie Tourismusministerin Elisabeth Köstinger betonte, soll der Arbeitsmarkt im Tourismus für die Zeit nach der Pandemie gerüstet werden. Dabei stehen die Aus- und Fortbildungen für Fachkräfte im Fokus, z.B. das Erlernen von Fremdsprachen.

440.000 Menschen in Kurzarbeit

Der Arbeitsminister rechnet in den nächsten Wochen mit einer Stagnation. Die Verringerung der Arbeitslosigkeit ist aber nur möglich mit einer Öffnung.

Bei der Kurzarbeit gab es einen enormen Anstieg. Sie bleibt das Kriseninstrument in dieser Pandemie. Derzeit befinden sich 440.384 Menschen in Kurzarbeit, das sind fast 26.000 mehr als vergangene Woche. Bisher wurden rund 5,7 Mrd. Euro für die Kurzarbeit ausbezahlt, für die Phase drei wurden 4,3 Mrd. Euro bewilligt.

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