Neuer Minister enthüllt: So dramatisch steht es um Jobs

Der neue Arbeitsminister, der bis zur Änderung des Bundesministeriengesetz auch Familienminister ist
Der neue Arbeitsminister, der bis zur Änderung des Bundesministeriengesetz auch Familienminister istMartin Juen / SEPA.Media / picturedesk.com
Die Lage am Arbeitsmarkt ist dramatisch. Eine knappe Million Menschen sind derzeit arbeitslos oder in Kurzarbeit.

Zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt informierten am Dienstag Neo-Arbeitsminister Martin Kocher und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Die aktuellen zahlen der Arbeitsmark-Statistik scheinen sich in den vergangenen Wochen weiter verschärft zu haben. Derzeit sind 533.000 Personen arbeitslos.

Das ist etwas mehr als letzte Woche, damals waren es noch gute 520.000. Der Winter macht vor allem dem Baugewerbe saisonal zu schaffen, auch sind die Beherbergungsbetriebe quasi zu. Deswegen sind auch 415.000 Menschen in Kurzarbeit. Im Vorjahresvergleich sind 112.000 mehr arbeitslos.

Kurzarbeit

Übereinstimmend mit führenden Arbeitsmarktexperten der Arbeiterkammer sieht auch Kocher die Kurzarbeit als wichtigstes Instrument während der Gesundheitskrise. Dazu gibt es auch 2021weitere fünf Milliarden Euro zur Finanzierung, denn die Kurzarbeit rettete bisher rund eine Million Jobs. Längerfristig will er aber davon weg.

Fast 95 Prozent derer, die im April in Kurzarbeit waren, sind auch heute noch beschäftigt. In den nächsten Wochen sei primäres Ziel das Eindämmen der Pandemie, danach wäre Zeit für "aktive Politik". Auch der drohenden Pleitewelle blickt Kocher eher gelassen entgegen. Diese betreffe vorwiegend Kleinstunternehmen und werde den Arbeitsmarkt nicht massiv betreffen.

Auferstehung

"2021 wird das Jahr der wirtschaftlichen Auferstehung sein", prophezeit daraufhin Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Eine Investitionsprämie von 2,7 Millionen Euro soll das vorantreiben, diese wird kleinen als auch großen Unternehmen zur Verfügung stehen.

Obwohl die Arbeitslosigkeit weiter hoch ist, gäbe es einen Fachkräftemangel. Diesen will Schramböck mit dem Lehrlingsbonus entgegentreten, doch die Anzahl der langfristig verfügbaren Lehrstellen sinkt stetig.

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