Ärger über Bettlerfamilien, die in Autos schlafen

Rund 20 Personen aus Bulgarien und Rumänien schlafen seit Monaten in ihren Autos in der Linzer Anzengruberstraße. Bei den Anwohnern steigt der Ärger.
Es sind offensichtlich Bettlerfamilien aus Rumänien und Bulgarien (das lässt sich aus den Autokennzeichen schließen), die seit Wochen jede Nacht in ihren Autos – meist Kleinbusse – schlafen.

Die Anwohner der Anzengruberstraße stört freilich weniger die Tatsache, das sie in ihren Autos schlafen, sondern vielmehr der Umstand, dass es zu massiven Verunreinigungen kommt.

"Die Menschen verrichten ihre Notdurft im öffentlichen Raum, Müll liegt herum", berichtet ein Anwohner im Gespräch mit "Heute". Zudem treffen sich die Personen immer wieder zum gemeinsamen Essen – am Gehsteig.

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Polizei hat keine Handhabe



Die Stadt Linz und die Polizei wissen schon Bescheid. Viel tun kann man allerdings nicht, wie Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter gegenüber "Heute"erklärt. "Wir wissen davon, es gibt auch andere Straßen in der Stadt, die genutzt werden. Allerdings haben wir keine Handhabe, solange wir sie nicht bei einer Straftat erwischen."

Neues Gesetz soll Abhilfe schaffen



Auch die Stadt hat keine Handhabe. "Das Schlafen im Auto ist in Oberösterreich nicht verboten, im Gegensatz zu Wien etwa, wo es nicht erlaubt ist", sagt Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) zu "Heute". Man werde aber verstärkt den Ordnungsdienst in die betroffenen Straßenzüge schicken, kündigt er an.

Zudem behandelt der oö. Landtag gerade eine Gesetzesnovelle, die auf ein Verbot hinzielt. Demnach soll das Schlafen in Autos nur noch an besonders gekennzeichneten Plätzen erlaubt sein. Im Frühjahr 2020 soll es dann umgesetzt werden.



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