Sie sollen "Parksünder" auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen und kleben bombenfest: Die seit Jahrzehnten von Aktivisten genutzten "Parke nicht auf unseren Wegen"-Aufkleber.
Erstmals wurden sie in den 80er-Jahren von Aktivisten in Deutschland verwendet, zum Kaufen gibt es sie zuhauf im Internet: Die "Parke nicht auf unseren Wegen"-Aufkleber, die zu Verkehrsdisziplin aufrufen sollen.
Das Problem an den Pickerln: Viele davon bekommt man einfach nicht mehr ab, was rasch an Sachbeschädigung grenzt.
"Strafzettel hätte ich eher in Kauf genommen"
Jetzt sorgten die Aufkleber auch in Krems für Ärger. Eine Pkw-Lenkerin hatte ihren Wagen in der Altstadt auf einem nicht eingezeichneten Parkplatz abgestellt und war zur Arbeit gegangen. Als sie zurückkam, klebte das Pickerl auf der Windschutzscheibe. "Aber ich habe auch andere gesehen, die es auch drauf hatten, obwohl sie auf einem normalen Parkplatz standen", so die junge Frau.
"Ich hätte auch einen Strafzettel in Kauf genommen. Der Parksheriff meinte, er hätte aber auch gar keinen Strafzettel ausgestellt, weil keine Behinderung vorlag", ärgert sie sich über die Sachbeschädigung.
Stadt geht Fall jetzt nach
Besonders bitter: "Ich habe mir nach sechs Jahren des Sparens ein sehr schönes und neues Auto gekauft und jetzt das."
Seitens der Stadt ist man überfragt: "Die zuständige Stelle am Magistrat kennt diese Kleber nicht. Sie hat den Fall an den Einsatzleiter der Parkraumüberwachung weitergeschickt."
(nit)