Nach der Arsenals Last-Minute-Niederlage gegen Brighton and Hove Albion ist Youngster Matteo Guendouzi in Erklärungsnot. Nicht, weil die Nordlondoner nach der Coronapause mit zwei Niederlagen binnnen vier Tagen einen Fehlstart hinlegten. Der 21-Jährige leistete sich am Sonntag beim 1:2 gegen Brighton Undiszipliniertheiten, die ihm jede Menge Kritik einbringen.
Gegen den Franzosen wurde nach einer Würge-Attacke von der FA ermittelt. Im Spiel hatte ihn Schiedsrichter Martin Atkinson für seine mögliche Tätlichkeit laufen lassen. Auch der Video-Assistent sah keinen Grund einzugreifen. Neal Maupay hatte das Spiel soeben in Minute 95 auf den Kopf gestellt, nach dem 0:1 Rückstand (Pepe, 68.) und dem Ausgleich (Dunk, 75.) den Siegestreffer für die Außenseiter erzielt. TV-Aufnahmen zeigen, wie Guendouzi den Torschützen bei dessen Jubel mit der rechten Hand am Hals packt, seine Lippen dabei offenkundig erzürnt zusammenkneift. Die FA entschied sich gegen eine Sperre.
Am Dienstag kamen weitere, pikante Details über Guendouzi ans Tageslicht. Der Mittelfeld-Motor soll schon vor seinem Würgegriff unangenehm aufgefallen sein. Wie die "Daily Mail" wissen will, habe Guendouzi mehrere seiner Gegner während des Spiels als "scheiße" bezeichnet, sie mit seinem üppigen Gehalt provoziert. Der junge Kicker verdient pro Woche rund 44.000 Euro. Das habe er die Brighton-Spieler wissen lassen, sie erinnert, dass der Großteil weniger verdiene.
Das würde Maupays Aussagen nach dem Spiel erklären. Der Torschütze sagte sinngemäß, Arsenal habe sich diese Niederlage wegen ihres arroganten Auftretens verdient. Maupay selbst hatte sich den Unmut der Arsenal-Kicker hingegen zugezogen, als er in Halbzeit eins mit einem unnötigen Zusammenstoß zur schweren Verletzung von Keeper Bernd Leno beigetragen hatte. Er brachte den Deutschen, der den Ball in der Luft bereits gesichert hatte, ins Ungleichgewicht. Beim Landen überstreckte Leno sein Knie - der Verdacht auf einen Kreuzbandriss wurde bisher noch nicht bestätigt.