Arzt prellte Wiener Luxus-Restaurants um 1.000 Euro

Ein Arzt soll sich im vergangenen Jahr als Zechpreller in verschiedenen Wiener Edel-Restaurants einen Namen gemacht haben. Nun steht der "Gratis-Gourmet" wegen Betruges vor Gericht.

Der erste Eindruck war perfekt: Im feinen Zwirn mit Anzug und Krawatte betrat ein Mediziner noble Lokale in der Wiener City.

Zum großen Auftritt kam dann auch noch großer Appetit dazu –die große Geldbörse hatte der Mann dann aber offenbar nicht eingesteckt.

Arzt mit Hang zu Edel-Restaurants

Im vergangenen Jahr soll der seltsame Mediziner mit ausgeprägtem Hang zum Luxus und zu erlesener Kost in mehreren Abend-Restaurants in Wien gespeist haben. Geld floss dann aber keines. Am Ende blieb der Mann anscheinend stets die Rechnung schuldig.

Wiener Edel-Grieche über den "Herr Doktor"

Athanassios Z., stellvertretender Geschäftsführer vom Edel-Griechen "Ellas" am Judenplatz in der Wiener Innenstadt, erinnerte sich im "Heute"-Gespräch noch genau an den komischen Gast. "Der Mann, ein Herr Doktor, kam im November um ca. 21.00 Uhr ins Lokal, war unser letzter Kunde. Er bestellte sich Champagner und mehrere Speisen: Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise, einmal quer durch die Speisekarte. Die Rechnung betrug dann insgesamt 180 Euro. Und als er zahlen wollte, ging seine Karte nicht. Nach mehrmaligen Versuchen fragte ich nach einem Ausweis. Da wurde der Gast rabiat. Schlussendlich habe ich die Polizei verständigt und Anzeige erstattet."

Wegen unbezahltem Luxus-Gericht vor Gericht

Es sollen mehrere Lokale betroffen sein. Dabei sollen nur erlesene Restaurants auf der "Speisekarte" des mutmaßlichen Zechprellers gestanden haben. Offenbar liegen mehrere Anzeigen vor. Nun muss der zahlungsunwillige Arzt schlussendlich wegen den vielen unbezahlten Gerichten vor Gericht. Die Unschuldsvermutung gilt zwar, doch die Anklage wegen Betrugs dürfte dem "Gratis-Gourmet" auf gar keinen Fall schmecken.

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