Ärzte sollen wie Apotheken Wochenend-Dienste haben

Im Kampf gegen die überlasteten Spitalsambulanzen schaltet sich nun Bügermeister Michael Häupl (SPÖ) ein: Er regt an, dass niedergelassene Ärzte zu Wochenend-Diensten verpflichtet werden.
Im Kampf gegen die überlasteten Spitalsambulanzen schaltet sich nun ein: Er regt an, dass niedergelassene Ärzte zu Wochenend-Diensten verpflichtet werden.

"Ich kann mir das ähnlich vorstellen wie bei den Apotheken-Öffnungszeiten – da hat auch jeweils eine im Grätzel am Wochenende oder in der Nacht offen", meinte Häupl gestern. Dazu müssten die Kassenverträge geändert werden. "Die Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer müssen dieses Problem lösen", sagt Häupl.

Die Volksanwaltschaft prüft nun jedenfalls etwaige Engpässe in der kindermedizinischen Versorgung in Wien. Den Ausschlag dafür gab eine Aussage des Hauptverband-Chefs der Sozialversicherungen, Bernhard Wurzer, auf Ö1: "Wir haben ein sehr, sehr gutes System." SP-Volksanwalt Günther Kräuter ortet hingegen eine "offensichtliche kinderärztliche Unterversorgung".
Das Thema hat außerdem den Bund erreicht: Sozialministerin Sabine Oberhauser (SP) sieht Länder und Sozialversicherung am Zug, um in einem neuen Bundeszielsteuerungsvertrag eine bessere Versorgung an den Wochenenden sicherzustellen.
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