Ärztemangel am AKH fällt nun Patienten zur Last

Ein Spital als Intensiv-Patient: Die Auswirkungen des Ärztemangels am AKH werden nun auch für die Kranken spürbar. Wie "Heute" erfuhr, fehlen seit Oktober wegen einer neuen Arbeitszeitenregelung 24 Anästhesisten täglich. Laufend müssen nun Operationen gestrichen werden - obwohl die 53 Operationstische, die dem Ärzteteam zur Verfügung stehen, gar nicht ausgelastet wären.

Ein Spital als Intensiv-Patient: Die werden nun auch für die Kranken spürbar. Wie "Heute" erfuhr, fehlen seit Oktober wegen einer neuen Arbeitszeitenregelung 24 Anästhesisten täglich. Laufend müssen nun Operationen gestrichen werden – obwohl die 53 Operationstische, die dem Ärzteteam zur Verfügung stehen, gar nicht ausgelastet wären.

Laut AKH-Insidern gibt es auch in den 66 allgemeinen und 348 Spezialambulanzen des Hauses nur noch einen abgespeckten Betrieb. Speziell am Nachmittag und an den Wochenenden würden Ambulanzen immer öfter geschlossen bleiben. Sehr zum Ärgernis der Belegschaft. Ein Arzt erzählt: "Traurig! Das AKH ist das am besten ausgestattete Spital des Landes und kann die vorhandenen Ressourcen nicht ausschöpfen, weil es zu wenig Ärzte gibt."

Alarmierendes auch aus der Klinik für Strahlentherapie: Der Abteilungsvorstand hat in einem offenen Brief den Ärztlichen Direktor um Stellungnahme gebeten, welche Patienten künftig wegen Überlastung abgewiesen werden sollen. will von all dem nichts wissen: "Uns sind keinerlei Sperranträge bekannt."

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