ASBÖ-Zentrale soll jetzt doch nach Traismauer kommen

ASBÖ-Landeszentrale soll nach Traismauer kommen.
ASBÖ-Landeszentrale soll nach Traismauer kommen.Thomas Lenger (Symbol)
Offenbar dürfte die neue Landeszentrale des ASBÖ in Traismauer gebaut werden. Wilhelmsburg verliert damit eine Prestigeeinrichtung.

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Auf einer Fläche von 650 Quadratmetern auf zwei Etagen soll in Traismauer (St. Pölten-Land) die neue Landeszentrale des Arbeitersamariterbundes NÖ entstehen. Der Spatenstich soll noch im heurigen Sommer stattfinden. Spätestens im Herbst 2022 soll das Gebäude fertig sein. Derzeit untersuchen noch Archäologen die zukünftige Baustelle.

Wilhelmsburg nur Zweiter

14 Mitarbeiter sollen dort dann tätig sein. Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten-Land, rund 34 Kilometer von Traismauer entfernt) würde damit eine Prestigeeinrichtung verlieren. Bis zuletzt hatte sich Wilhelmsburgs Bürgermeister Rudolf Ameisbichler (SP) um den Erhalt bemüht, Gespräche verliefen jedoch im Sand. Man habe ihn im Unklaren über das Vorgehen des ASBÖ gelassen, so der Stadtchef enttäuscht.

"Gemeinde kam uns entgegen"

"Die Gemeinde in Traismauer kam uns entgegen", bestätigt Hannes Sauer, ASBÖ-Vorstand aus der Region. Etwa über die Aufschließungskosten für das Gebäude. Aber auch der private Abgeber des Grundstücks soll beim Preis nachgelassen haben. Als Gegenleistung bekomme der Grundverkäufer von der Gemeinde Traismauer günstig landwirtschaftliche Flächen, etwa in der Katastralgemeinde Gemeinlebarn. Dagegen regt sich in der dortigen Bauernschaft Widerstand, da sie auf ein vertraglich geregeltes Nutzungsrecht pocht, das im Rahmen der Gemeindezusammenlegungen in den 1970er-Jahren zugesagt wurde.

Kritik von VP

"Bürgermeister Pfeffer plant Gemeindesilber zu veräußern ohne die Betroffenen zu berücksichtigen", ärgert sich Veronika Haas von der VP.  SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer wollte auf "Heute"-Nachfrage zur "ASBÖ-Causa" keine Stellungnahme abgeben. Wenn seitens der Gemeinde schon Grund und Boden in Gemeinlebarn privatisiert werde, sei es nur fair, erst an Gemeinlebarner Bauern heranzutreten und ihnen diesen anzubieten, so Haas.

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