Aslywerber legte Baby auf Straße ab: 9 Monate bedingt

Bild: Screenshot/Google Maps

Ein afghanischer Asylwerber ist am Landesgericht Wien zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er hatte am 2. Juni 2016 seine neun Monate alte Tochter auf der stark befahrenen Siemensstraße abgelegt. Wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt fasst der 27-Jährige nun 9 Monate bedingte Haft aus.

Der Mann war zusammen mit seiner Frau und dem Baby in einer Flüchtlings-Unterkunft in Floridsdorf untergebracht. Dort wurde ein Hausverbot gegen ihn ausgesprochen, weil er betrunken und mit einer Bierdose in der Hand bei einer Grillfeier auftauchte. Den Betreuern gegenüber wurde er ausfällig und aggressiv: Denn als sie ihn des Hauses verwiesen, eskalierte die Situation weiter. 

Der Asylwerber schnappt sich das Kleinkind aus dem Kinderwagen, lief auf die Straße und legte es auf der Fahrbahn ab. Laut seinem Verteidiger "wollte er das Kind als Protest gegen seinen Rauswurf fotografieren". 

Zeugen alarmierten die Polizei. Die Beamten konnten das Baby gerade noch rechtzeitig bergen. Es wäre fast auf der viel befahrenen Straße von einem Auto erfasst worden. Der Beamte, der das 9-Monatige aufgehoben hatte, sagte, dass es sich "ein paar Sekunden" auf der Fahrbahn befunden habe, herannahende Autos bremsten sich ein. Der Polizist gab an, dass der Vater neben ihm herumschrie und ihn wegdrängen wollte.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der 27-Jährige bestritt, dass für seine Tochter Lebensgefahr bestanden habe. Nach Rücksprache mit seinem Anwalt nahm er die Strafe allerdings dann doch an. Die Staatsanwältin verzichtete auf Rechtsmittel.

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