Da bleibt kein Stein am anderen: Die Umgestaltungsmaßnahmen im Ikea-Umfeld beim Wiener Westbahnhof laufen bereits. Der Asphalt ist aufgebrochen und wird aktuell abgetragen – der wenig attraktive Platz weicht einer modernen Grünfläche mit Cooling-Elementen und Bäumen. Unter Einbeziehung der Wünsche der Anrainer werden bis zum Jahresende 2022 Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und zur Aufwertung des Grätzls bei der Mariahilfer Straße gesetzt in Wien-Fünfhaus. Insgesamt werden rund 15.000 Quadratmeter Fläche neugestaltet.
Planungsstadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Merja Biedermann sowie der Vorsitzende der Verkehrskommission Dietmar Baurecht stellten nun die Baustelle vor. "Ich freue mich, dass wir in diesem Grätzl gemeinsam mit dem Bezirk eine massive Aufwertung und neue Grünflächen für die Anrainer schaffen, ein weiteres schönes Projekt nach unserem Motto 'Raus aus dem Asphalt'", so Sima. Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Biedermann: "Toll, dass die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Grätzls nach den Wünschen der Bevölkerung begonnen haben. Ich hoffe, es wird eine richtige Wohlfühlzone für die Menschen in unserem Bezirk."
Der Parkplatz hinter dem Westbahnhof bei der Langauergasse wird aktuell zu einem begrünten Stadtraum gestaltet. Es soll künftig Sitzgelegenheiten, Spiel- und Wasserelemente geben. Die Gehsteige und Aufenthaltsflächen werden mit hellen, sickerfähigen Betonsteinen gepflastert. Neue Grün- und Staudenbeete werden errichtet, bestehende Grünstreifen wie beispielsweise in der Gerstnerstraße verbreitert und mit neuer Staudenbepflanzung begrünt.
Zusätzlich werden 13 neue Bäume gepflanzt. Aus einem Parkplatz im dichtverbauten 15. Wiener Gemeindebezirk soll so eine attraktive Grünfläche für alle werden. "In Sachen Verkehrsberuhigung im Grätzl konnten wir die Anliegen der Anrainer integrieren, ein wirklich tolles Gemeinschafts-Projekt", so der Vorsitzende der Verkehrskommission im 15. Bezirk, Dietmar Baurecht (SP).
Eine besondere Herausforderung sind Feuerwehrzufahrten, die spezielle Anforderungen haben. In der Langauergasse wird im Zuge der Umgestaltung erstmals der sogenannte Netlon-Rasen verlegt, als grüne Alternative zu sonst zehn Meter breiten asphaltierten Flächen. Das österreichische Produkt ist speziell für Feuerwehrzufahrten und Veranstaltungsgelände entwickelt worden. Es besteht aus drei Schichten und ist besonders belastbar.
Der Friedrichsplatz wird zu einer Fußgängerzone. Radfahren soll in beide Richtungen erlaubt sein. Sitzelemente und Grünbeeteinfassungen auf der Seite des Amtshauses attraktivieren den Platz zusätzlich. Im Parkbereich selbst werden zwei weitere Bäume gepflanzt, ein Trinkbrunnen installiert und drei Nebelstelen zur Erfrischung errichtet. Im Zuge der Umgestaltungen werden natürlich auch verkehrstechnische Maßnahmen gesetzt, die das Grätzl weiter aufwerten sollen.
Das Linksabbiegegebot Fuchsgasse in die Gasgasse (Höhe Langauergasse) ist bereits in Kraft. Die Einfahrt über die Langauergasse entlang des ÖBB Gebäudes ist künftig nur für Radler, Lieferverkehr, Einsatzfahrzeuge sowie Anrainer mit genehmigten Stellplätzen in der Gerstnerstraße erlaubt.
Das Anrainerparken im Ikea-Grätzl wurde schon im August 2021 umgesetzt. Die Gasgasse wird von Fuchsgasse bis Zwölfergasse künftig als Einbahn geführt. Auch die Staglgasse zwischen Friedrichsplatz und Gasgasse wird in eine Fußgängerzone umgestaltet. In der Gerstnerstraße wird ein baulicher Ein-Richtungs-Radweg als Anbindung an den Westbahnhof geschaffen. In der Gasgasse ist künftig Radfahren gegen die Einbahn möglich.