Asten: Häftling (30) flüchtet in Luxushotel

Der Beschuldigte war aus der Justizanstalt in Asten geflohen.
Der Beschuldigte war aus der Justizanstalt in Asten geflohen.fotokerschi.at
Ein geflohener Häftling machte es sich in einem Luxus-Hotel gemütlich. Die Rechnung (4.900 Euro) konnte er aber nicht bezahlen.

Ende Mai war der verurteilte Betrüger (30) aus der Justizanstalt in Asten (Bez. Linz-Land) geflohen. Als neue Unterkunft suchte sich der Häftling ein Luxushotel (Vier Sterne) in Leogang im Pinzgau in Salzburg aus. 

Unter falschem Namen checkte er dort ein und machte sich acht schöne Tage. Unter falscher Identität traf er sich laut Anklage auch mit einer Frau, die er im Internet kennengelernt hatte. Ihr soll er erzählt haben, aus reichem Elternhaus zu stammen und am Wörthersee in Kärnten einen Club zu besitzen.

Dabei konnte er nicht einmal die Hotel-Rechnung in Höhe von 4.900 Euro bezahlen. Somit flog der Schwindel schließlich auch auf. 

Deshalb musste sich der gebürtige Salzburger am Mittwoch auch in seiner Heimatstadt vor Gericht verantworten. Der zweifache Vater legte ein reumütiges Geständnis ab. "Es tut mir leid. Ich habe es in Asten nicht mehr ausgehalten und gedacht, das ist die Lösung", so der Beschuldigte vor Gericht.

Sechs einschlägige Vorstrafen

Er werde auch alles "schnellstmöglich zurückzahlen" beteuerte der 30-Jährige, der schon sechs einschlägige Vorstrafen aufzuweisen hat.  

In Asten musste der Salzburger eine mehrjährige Haftstrafe verbüßen. Er war zuletzt im Dezember letzten Jahres am Landesgericht Salzburg wegen Betruges verurteilt worden und sollte die verhängte Strafe bis 2022 in OÖ absitzen.

Auch beim Prozess am Mittwoch wurde er wegen gewerbsmäßig schweren Betruges zu drei Jahren Haft verurteilt. Zudem muss der 30-Jährige die Hotelkosten innerhalb von 14 Tagen begleichen. 

Der Angeklagte nahm das Urteil an. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab – nicht rechtskräftig.

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