Asteroid und Supermond sorgen heute für Spektakel

Der Himmel über Österreich hat heute Nacht gleich ein doppeltes Spektakel zu bieten. Neben dem Supermond erwartet uns noch etwas weitaus Bedrohlicheres.

Wenn am frühen Dienstagabend der Mond über Österreich aufgeht, ist er der Erde so nah wie seit 68 Jahren nicht mehr. Nur rund 357.000 Kilometer trennen unseren Planeten von seinem Trabanten, der dadurch am Himmel merklich größer als sonst erscheint. Da das Ereignis gleichzeitig mit dem Vollmond zusammenfällt, spricht man von einem "Supermond".

Ab 17.10 Uhr tritt der Himmelskörper in Wien über den Horizont und zieht von Nordost nach Nordwest über Österreich, bis er am Mittwoch gegen 7.36 Uhr wieder verschwindet. Besonders beeindruckend ist der Mond übrigens, wenn er knapp über dem Horizont steht. Dann nehmen wir ihn nämlich als noch größer war, als er tatsächlich ist. Dafür verantwortlich ist die sogenannte Mondtäuschung, deren Ursache noch nicht endgültig geklärt ist.

Welchen Einfluss der Supermond auf uns hat, erfahren Sie im Video:

Übrigens: Am heutigen Dienstag steht der letzte Vollmond des dieses Winters am Himmel. Die nordamerikanischen Ureinwohner bezeichneten diesen unter anderem als "Krähenmond", weil das Krächzen der Krähen den Beginn des Frühlings signalisieren soll. Der nächste Vollmond wird erst einen Tag nach dem Äquinoktium, der Tagundnachtgleiche, am 20. März erwartet.

Knapp daneben ist auch vorbei

Der "Supermond" ist in der Nacht auf Mittwoch allerdings nicht das einzige Phänomen, das auf begeisterte Hobbyastronomen wartet. Dieses andere kann man zwar nicht mit bloßem Auge erkennen, fühlt sich aber weitaus bedrohlicher an. Gleichzeitig rast nämlich auch Asteroid "2013 MD8" auf seiner Umlaufbahn auf die Erde zu.

Laut NASA hat der Brocken rund 85 Meter Durchmesser und ist damit etwa so groß wie der Turm des Londoner Parlaments, der die berühmte Glocke "Big Ben" beherbergt. Ein Einschlag hätte dramatische Folgen. Sorgen brauchen wir uns zum Glück aber nicht zu machen: "2013 MD8" wird zwar von der NASA als "erdnah" eingestuft, allerdings nicht als potenziell gefährlich. Denn bei seinem Vorbeiflug trennen uns immer noch 5,8 Millionen Kilometer.

Viel knapper wird es übrigens nur wenige Stunden später. In nur 1,2 Millionen Kilometern rauscht ein 40-Meter-Geschoss namens "2019 CY1" vorbei. Aber selbst hier droht keine Gefahr – immerhin hat die NASA versprochen, die Bevölkerung vor einem allfälligen Weltuntergang zu warnen.

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(rcp)

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