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Astral Chain im Test: Popmusik und Anime

Das neue Werk der Schöpfer von Bayonetta wartet mit bombastischen Kämpfen und cleveren Kriminalfällen auf.

Heute Redaktion
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Platinum Games, seit Jahren bekannt für gleichermaßen fulminante wie stylische Actiongames, bringt mit Astral Chain seine erste neue Marke seit langem auf dem Markt. Und das exklusiv für Nintendo Switch.

Popmusik und Anime-Optik

Takahisa Taura, Game-Designer von NieR Automata, und Hideki Kamiya, Schöpfer der Bayonetta-Serie, sind für das Action-Game der anderen Art verantwortlich. Als Mitglied einer Polizei-Sondereinheit muss man in einer augenscheinlich generisch futuristischen Stadt gegen Monster aus einer anderen Dimension antreten.

Bereits das Intro im Anime-Stil mit überdrehter Popmusik stimmt auf die absurde Handlung ein. In der ganzen Stadt tun sich Portale zu einer anderen Dimension auf, geheimnisvolle Invasoren strömen. Die Angreifer stammen aus der sogenannten "Astralebene" und müssen mit ihren eigenen Waffen zurückgedrängt werden.

Polizei mal anders

Denn der Spieler tritt wahlweise als Frau oder Mann dem Polizei-Sonderkommando "Neuron" bei. Gefangen genommene Invasoren werden mit der sogenannten "Astral Chain" an die Polizisten gekettet, die sie damit beherrschen können.

In den Kämpfen steuert man gleichzeitig seine Polizistin oder seinen Polizisten sowie die gewählte Legion. Der Mensch beherrscht im Wesentlichen nur einfache Nahkampfangriffe und kann eine Pistole einsetzen, in Kombination mit der Legion sind aber optisch unheimlich befriedigende Attacken möglich.

Umwickelt man die Gegner mit der Kette, werden sie gefesselt, mit dem Schwert der Legion können verheerende Attacken entfesselt werden – immer mit schönen Partikeleffekten garniert.

Fall gelöst?

Obwohl Astral Chain lediglich mit einer handvoll Kombos aufwarten kann, fühlt sich das Kampfsystem nicht stumpf an. Dafür sorgen die verschiedenen Legionen. Nach und nach werden fünf Stück freigeschaltet, allesamt mit eigenem Aussehen (die Farben können auch verändert werden), neuen Attacken und einem einzigartigen Spielstil.

Doch die Kämpfe sind nur ein Teil von Astral Chain. Der andere besteht aus Polizeiarbeit. Denn bevor man gegen die Monster antreten kann, muss man ihnen erst einmal auf die Spur kommen. Tatorte werden untersucht, Zeugen befragt und Schlüsse gezogen. Auch hier kommt die Legion gelegen, denn sie kann unsichtbar Gespräche belauschen und den Polizisten an der Kette über Abgründe ziehen, um so abgelegene Bereiche zu erreichen.

Fazit

Mit Astral Chain legt Platinum Games nach Bayonetta einen weiteren Action-Kracher mit viel Potenzial vor, eine eigene Game-Reihe nach sich zu ziehen. Die Anime-Optik wird perfekt durchgezogen, die Kämpfe sind flott und auch der überdrehte Humor ist wohldosiert. Ein Sommer-Highlight auf Nintendo Switch. (red)