Astreines Familienauto, der Opel Astra Sport Tourer

Der Opel Astra gehört seit Jahrzehnten zum Straßenbild und das wird wohl auch so bleiben. Wir testeten den Kombi.

Beim Astra stehen vier Benzin- und drei Dieselmotoren zur Auswahl. Abhängig von deren Stärke und der Ausstattung muss man 21.500 bis 35.800 Euro einplanen. Wir fuhren das Spitzenmodell mit einem 1,5 Liter großen CDTI (Diesel), der 122 PS und 275 Nm Drehmoment leistet. Dazu eine 9-Gang-Automatik und die Ausstattungslinie Ultimate.

Die bietet neben allerlei Assistenten und optischen Details mehr Staufächer, eine Frontkamera und ein Lederlenkrad serienmäßig. Es gibt aber auch eine Menge Sondersausstattungen wie das Denon Soundsystem mit 8 Lautsprechern und einem Subwoofer, Nebelscheinwerfer, ein Glas-Schiebedach und Leder-Ergonomiesitze vorne. Die bieten nicht nur eine Menge Einstellmöglichkeiten sondern können sowohl heizen als auch kühlen.

Schön warm

In der kalten Jahreszeit brauchen wir natürlich nur ersteres und dafür gibt es ein Riesenlob: Die Sitzheizung ist nicht nur sehr stark sondern auch sehr schnell auf Temperatur. Da können sich die meisten anderen Hersteller mal ein Beispiel nehmen: Wenn man zeitig in der Früh bei Minusgraden einsteigt, dann will man sofort warm sitzen und nicht erst zehn Minuten später.

Das alles kostet aber natürlich auch ein bisschen extra und so kommt unser Testwagen auf knappe 43.150 Euro. Nicht wenig, man bekommt dafür aber auch einiges geboten, nicht zuletzt viel Platz. Zwei Kindersitze, Kinderwagen und noch allerelei Zeugs passen problemlos in den Astra Sport Tourer. Der Kombi ist 4,7 Meter lang und hat einen Radstand von 2,66 Meter. Der Kofferraum fasst 540 Liter und wer die Sitze umlegt hat 1.630 Liter zur Verfügung.

Der Astra Sport Tourer ist aber nicht nur bequem und für ein Auto dieser Größe geräumig, er fährt sich auch gut. Das Lenkrad hat einen angenehmen Widerstand, da hat man was in der Hand. Der Spurhalteassistent funktioniert nun deutlich besser als bei anderen Opels, die wir in der Vergangenheit testeten.

Verbrauch

Allerdings lädt ein Automatikgetriebe ja immer wieder mal gerne beim Beschleunigen zum Kickdown ein, weswegen man den versprochenen Verbrauch von 5,4 Liter auf 100 Kilometer nicht einhalten kann. 6,5 Liter dürfen es schon sein, aber das ist auch noch okay, vor allem wenn man nicht mit einem leeren Auto herum fährt. 

Zwar wirkt der Wagen gerade auf der Autobahn etwas laut, was aber auch ein Trugschluss sein kann: Denn das Denon Soundsystem ist nicht gut ausbalanciert und so verdeckt die Musik vielleicht die Motoren- und Abrollgeräusche nicht so gut wie bei anderen Fahrzeugen.

Alles in allem ist der Astra Sports Tourer aber ein solides Auto das Familien genug Platz bietet ohne ganz tief in die Tasche greifen zu müssen. Denn es muss ja nicht immer die Spitzenversion sein.

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