Asyl-Protest: 300 Demonstranten vs. 100 Polizisten

Zwar wurde die Demonstration der Initiative "Freedom Not Frontex Vienna" rund um das Asyllager in Traiskirchen am Sonntag verboten, eine andere Veranstaltung fand aber dennoch statt. Die Österreichische Hochschülerschaft protestierte zwischen 13 und 16 Uhr gegen die Flüchtlingssituation und das Demo-Verbot. Die Polizei stand mit 100 Mann im Großeinsatz. Rund 300 Demonstranten waren gekommen.

Zwar wurde die Demonstration der Initiative "Freedom Not Frontex Vienna" rund um das Asyllager in Traiskirchen am Sonntag verboten, eine andere Veranstaltung fand aber dennoch statt. Die Österreichische Hochschülerschaft protestierte zwischen 13 und 16 Uhr gegen die Flüchtlingssituation und das Demo-Verbot. Die Polizei stand mit 100 Mann im Großeinsatz. Rund 300 Demonstranten waren gekommen.

Im Vorfeld hatten bereits Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Caritas-Direktor Michael Landau zu friedlicher Stimmung aufgerufen. Rund 500 Teilnehmer waren von der ÖH erwartet worden. "Wir wollen mit den Geflüchteten sowie solidarischen Anwohner_innen und Anreisenden in Traiskirchen einen Ort für den legitimen und notwendigen Protest gegen die unhaltbaren Lebensbedingungen in Traiskirchen schaffen", hieß es von den Organisatoren.

Die Polizei war wegen der aufgeheizten Stimmung in Traiskirchen vorbereitet und mit 100 Mann im Einsatz. Die Exekutive fungierte neben der Überwachung der Lage auch als Prellbock zwischen der ÖH-Demo und 200 weiteren Schaulustigen und Anrainern, die anderer Meinung sind. "Haut's ab aus Traiskirchen" und "Schleichts euch" war seitens der Anrainer zu hören. Es gab jedoch keine Handgreiflichkeiten oder Zwischenfälle.

"Nicht sehr glücklich"

Etwas hinter der Demo machte sich auch Bürgermeister Andreas Babler ein Bild von der Situation: "Ich bin nicht sehr glücklich über die Demonstrationen in Traiskirchen! Das einzige was die Situation entschärfen kann ist, dass die Innenministerin 3.500 Flüchtlinge von Traiskirchen verlegt!", sagte er der "Monatsrevue".

Gleichzeitig musste die Polizei Kritik der ÖH einstecken, denn das bei der vergangenen Demo Eierwerfer auf Flüchtlinge ungestraft geblieben wären, "steht exemplarisch für den Umgang mit den Rechten und dem Schutz von Refugees des österreichischen Staates und ist ein Grund mehr für entschlossene Proteste".

Für Brisanz sorgte auch die Initiative "Freedom Not Frontex Vienna", deren Asyl-Demo am Sonntag verboten wurde. Auf Facebook rief die Initiative zur Teilnahme an der ÖH-Demo auf. Und: Das Demo-Verbot werde juristisch geprüft, so die Initiative.

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