Asyl-WG: Fenstersprung aus vier Metern bei Kontrolle

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Anwohner der Radezkystraße meldeten der Polizei verdächtige Aktivitäten in ihrer Wohnhausanlage. Starker Cannabisgeruch führte die Beamten schnell zum Ziel.

Immer wieder sollen in der Gegend Personen verkehren, die eindeutig keine dauerhaften Bewohner der Wohnhausanlage sind. Mietern, denen das ewige Ein-, und Ausgehen verdächtig erschien, kontaktierten die Polizei. Sie vermuteten Asylbewerber, die gemeinsam die Wohnungen teilen.

Donnerstag Nachmittag wurden Beamte der Abteilung Fremdenpolizei in die Radezkystraße (Wien-Landstraße) ausgeschickt um zu überprüfen, ob der Verdacht berechtigt sei. Als sie sich im Stiegenhaus befanden, wurden sie auch schnell zur ersten Adresse hingelotst – sie brauchten lediglich dem intensiven Cannabisgeruch zu folgen.

In der Wohnung trafen sie sechs Männer vor: Zwei Algerier, ein Iraker und drei Lybier. Ein Suchtmittelspürhund fand ebenfalls kleinere Mengen Drogen für den Eigengebrauch vor: Ecstasy, Cannabis und Kokain.

Einer der Männer legte einen Ausweis vor, der offensichtlich das Gesicht eines anderen Mannes zeigte. Der Verdächtige ergriff die Flucht und sprang aus dem Wohnungsfenster, aus etwa vier Metern Höhe. Beim Aufprall schlug er sich einen Schneidezahn aus und trug diverse Prellungen davon, ließ sich davon aber nicht aufhalten. Laut Polizei wurde er bereits zwei bis drei Blocks später aufgehalten und festgenommen.

Seine Identität konnten die Polizisten noch nicht feststellen: Es wird davon ausgegangen, dass es sich ebenfalls um einen Algerier handeln könnte. Die anderen fünf Männer befinden sich ebenfalls in Haft.

(bai)

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