Asyltrend

Asylanträge: Kaum Anstieg durch Nahostkonflikt

Trotz Konflikten im Nahen Osten bleibt die Zahl palästinensischer Asylanträge in Österreich gering und stagniert seit Jahren auf niedrigem Niveau.
Newsdesk Heute
03.03.2026, 15:24
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Die Zahl der Asylanträge lag in den letzten Jahren meist auf einem ähnlichen Niveau. 2024 wurden 523 Anträge gezählt, in den Jahren 2022 und 2023 waren es jeweils über 700. Die letzte Phase mit wirklich vielen Anträgen gab es laut sn.at Mitte des vergangenen Jahrzehnts, damals waren die Grenzen weitgehend offen. Im Jahr 2015 stellten mehr als 3.400 Menschen aus dem Iran einen Asylantrag.

Dass Kriege und Konflikte in der Region nicht automatisch eine große Fluchtbewegung nach Österreich auslösen, sieht man auch am Beispiel des Nahostkonflikts. Nach dem Terror-Angriff der Hamas auf Israel und der militärischen Antwort Israels ist bei den Antragszahlen kaum eine Veränderung zu erkennen.

Die Statistik ist hier nicht ganz eindeutig, weil Palästinenser als Staatenlose geführt werden. Laut Regierungsangaben liegt ihr Anteil dort zwischen einem Viertel und einem Drittel. 2024 gab es 558 Asylanträge von Staatenlosen, im Jahr davor 374. Das bedeutet, dass in den letzten beiden Jahren zusammen etwa 220 bis 330 palästinensische Asyl-Ansuchen in Österreich eingereicht wurden. Zum Vergleich: Allein im heurigen Jänner kamen insgesamt 490 Anträge von Syrern und Afghanen. 28 Anträge stammten von Iranern, 15 von Staatenlosen.

(Quelle: APA)

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