Asylwerber (28) griff nach Belästigung Polizisten an

Das Asylzentrum und eine Eisenkette (Symbolfoto).
Das Asylzentrum und eine Eisenkette (Symbolfoto).Bild: iStock, picturedesk.com
In Traiskirchen (Bezirk Baden) verletzte ein 28-jähriger Asylwerber einen Polizisten nachdem er zuvor Mitbewohner tyrannisiert hatte.
Zu einem Polizeieinsatz kam es am Montag im Traiskirchner Asylzentrum: Zwei Asylwerber hatten beim Essen einen verbalen Streit miteinander, die Polizei musste schlichtend eingreifen. Es stellte sich heraus, dass einer der beiden Asylwerber zuvor immer wieder andere Bewohner tyrannisiert haben soll.

Der 28-Jährige aus Eritrea wurde beschuldigt, mit einer Eisenkette und einem darauf befestigten Schloss um sich geschmissen und auch anderweitig seine Mitbewohner immer wieder belästigt zu haben. Die Polizei wollte deshalb draußen die Personaldaten des Beschuldigten aufnehmen.

Mann wurde rabiat

Dabei wurde dieser aber rabiat, fing an auf Englisch und Arabisch herumzuschreien und machte sich über die Amtshandlung lustig. Die Polizisten drohten mit der Festnahme woraufhin der 28-Jährige einen der Beamten wegstieß, weshalb diese versuchten, ihn tatsächlich festzunehmen.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.Doch der Mann wehrte sich heftig, konnte dann erst mit Hilfe eines anderen Asylwerbers von den beiden Polizisten endgültig am Boden fixiert werden bis Verstärkung eintraf. Am Revier erlitt der 28-Jährige dann plötzlichen Sprachverlust, konnte nicht einmal mit Hilfe eines Dolmetschers befragt werden.

Auf freiem Fuß angezeigt

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde er mehrfach angezeigt (auch Verstoß gegen Corona-Gesetz weil er keinen Sicherheitsabstand eingehalten hatte), durfte die Inspektion aber noch am selben Tag wieder verlassen. Wenn seine Sprachkenntnisse zurückkehren, soll er erneut verhört werden.

Während der 28-Jährige unverletzt blieb, hatte einer der beiden Beamten bei der Festnahme eine Schürfwunde am Knie erlitten. Der Eritreer durfte ins Asylzentrum zurückkehren. Mittlerweile darf er es auch nicht mehr verlassen. Denn wie berichtet, wurde am Dienstag Quarantäne über das Asyllager verhängt – mehr dazu hier.

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