Asylwerber von Dach gerettet

Es war eine Protestaktion aus purer Verzweiflung! Montagfrüh kletterte ein Kriegsflüchtling aus Syrien (25) auf das Dach des dreigeschoßigen Asylwerberheims in Wartberg ob der Aist (OÖ) und drohte, sich acht Meter in die Tiefe zu stürzen.

"Offenbar wollte er auf seine Situation aufmerksam machen", so Feuerwehr-Kommandant Martin Auer, der mit seinen Kameraden vor Ort war, nachdem die Heimleitung Einsatzkräfte alarmiert hatte. Angerückt war auch ein Polizei-Team der Cobra mit speziell geschulten Verhandlern.

"Über eine Stunde sprachen sie mit dem Mann", berichtete Auer. Zunächst hatte er sich vehement geweigert, wieder herabzusteigen, saß am Flachdachrand, ließ seine Beine nach unten hängen. Schlussendlich konnten ihn die Polizisten doch noch dazu bewegen, nicht zu springen – und übers Treppenhaus nach unten zu gehen. "Zum Glück mussten wir nicht eingreifen", so Feuerwehr-Kommandant Auer. Der Syrer wird jetzt vom Amtsarzt psychologisch untersucht.

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