Die Folgen der griechischen Schuldenkrise nehmen auch im Land selbst immer dramatischere Ausmaße an. Weil die Zahl der unterernährten Kinder rasant steigt, muss das Bildungsministerium nun sogar Essensgutscheine an Schüler in Arbeitervierteln verteilen.
Kinder brechen im Unterricht entkräftet zusammen, Schüler sind völlig unterernährt! Weil sich derartige Fälle in Griechenland häufen, werden ab kommender Woche vorerst an 18 Schulen Gutscheine für Milch, Früchte und Kekse verteilt.Gleichzeitig müssen immer mehr Eltern ihre Sprösslinge in Heime geben. Sie können sich die Lebensmittel nicht mehr leisten – und wollen ihre Kinder nicht hungern lassen.
Einer der Hauptgründe für die Tragödie ist die extrem hohe Arbeitslosenrate. Derzeit sind in Griechenland (11,3 Millionen Einwohner) 20 Prozent ohne Job. Allein seit Beginn der Schuldenkrise haben 900.000 Menschen ihre Arbeit verloren. Ähnliche Dramen könnten sich bald in Spanien abspielen. Hier suchten zuletzt 23 Prozent und, wie in Griechenland, knapp 50 Prozent der Jugendlichen Arbeit. Am geringsten ist die Arbeitslosenrate mit 4,1 Prozent weiterhin in Österreich. Der EU-27-Schnitt liegt bei 9,9 Prozent.