Atom-Zwischenfall 100 Kilometer vor Österreichs Grenze

Bild: Michaela Rehle / Reuters

Zwischenfall im Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern, nur 100 Kilometer von der österreichischen grenze entfernt. Ein Atommeiler musste am Montag außerplanmäßig heruntergefahren werden, da sich ein Ventil nicht geschlossen hatte. Es sei radioaktiver Dampf ausgetreten, der aber in einem Sicherheitsbehälter aufgefangen wurde. Gefahr habe keine bestanden, so die Betreiber.

Bei Routineüberprüfungen hatte sich eines der elf Entlastungeventile im Sicherheitsbehälter im Block B nicht mehr schließen lassen. Dadurch musste eine manuelle Schnellabschaltung erfolgen. Die Ventile sorgen bei einem Druckanstieg im Reaktor eigentlich für das Ablassen von Dampf. Die Kraftwerksbetreiber haben nun eine Prüfung angeordnet.

Gundremmingen ist das leistungsstärkste Kraftwerk Deutschlands und das einzige, das noch mehr als einen Reaktor in Betrieb hat. Das Atomgesetz sieht vor, dass Reaktor B spätestens Ende 2017, Reaktor C spätestens Ende 2021 abgeschaltet werden muss. Seit 1975 kam es zu mehreren Zwischenfällen im Kraftwerk, zuletzt Anfang 2016. Damals war ein Computerwurm auf einem Kraftwerksrechner sowie Datenträgern und USB-Sticks gefunden worden.

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