Atomverhandlungen: Außenminister wieder in Wien

Bei den Atomverhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe der fünf UN-Vetomächte plus Deutschland in Wien werden am Freitag die Außenminister dazukommen, um die Gespräche über ein dauerhaftes Abkommen zur Beilegung des jahrelangen Streits zu voranzubringen. Die Minister würden wahrscheinlich Freitag, Samstag und Sonntag nach Wien kommen, sagte ein iranische Diplomat.

Allerdings heiße dies nicht, dass in dieser Zeit ein Abkommen geschlossen werde. Vielmehr würden die Gespräche anschließend ohne sie fortgesetzt. Die Verhandlungen zwischen Teheran und der 5+1-Gruppe waren am Donnerstag in Wien in die entscheidende Phase gegangen.

Bis zum 20. Juli soll ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Atomstreits erreicht werden. Dann läuft das im November geschlossene Übergangsabkommen aus, das als Grundlage für die Verhandlungen dient. Es soll dem Iran die friedliche Nutzung der Atomtechnologie ermöglichen, zugleich aber langfristig verhindern, dass der Staat Atomwaffen entwickelt.

Alles dreht sich um Urananreicherung

Im Gegenzug für Zugeständnisse Teherans soll der Westen die in dem Konflikt verhängten Wirtschaftssanktionen aufheben. Hauptstreitpunkt ist die Urananreicherung, da diese ebenso für friedliche, als auch militärische Zwecke benutzt werden kann.

Das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei erklärte aber am Montag, der Iran brauche längerfristig 190.000 Zentrifugen, um den Brennstoff für seine Atomreaktoren zu produzieren. Dies sind weit mehr, als der Westen zu akzeptieren bereit ist. Bisher hat der Iran mehr als 19.000 Zentrifugen, wovon nur ein Teil in Betrieb ist.

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